Die Woche im Rückspiegel betrachtet

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Jede Woche am Sonntag stelle ich eine Auslese der zehn bemerkenswertesten Geschichten und Veröffentlichungen vor, auf die ich bei meinen Streifzügen durch die Tiefen und Weiten des weltumspannenden Informationsnetzes gestoßen bin.

Von Lars Schall

Geneigte Leserin, geneigter Leser,

ich heiße Sie herzlich willkommen zu Die Woche im Rückspiegel betrachtet. Mit diesem Format möchte ich Ihnen immer wieder des Sonntags im Schnelldurchlauf zehn bemerkenswerte Geschichten und Veröffentlichungen präsentieren, über die ich im Laufe der jeweils vorangegangenen sieben Tage via wilder Internet-Klickerei stolperte.

Und damit ohne weiteren Aufhebens zu den…

TOP 10-LINKS DER WOCHE

Auf Platz 10 beginnen wir mit der Einschätzung: “Rechtspopulismus ist mit der herrschenden Politik kompatibel.“ Diese stammt von Phillip Becher, Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Siegen mit den Forschungsschwerpunkten extreme Rechte und Parteienforschung, aus einem Interview über Neoliberalismus und Rechtspopulismus in Deutschland und in Europa. Becher spricht darin einen ganz wesentlichen Knackpunkt rechtspopulistischen Protests an:

“Wenn man sich jetzt noch einmal anschaut, dass – wie eingangs erwähnt – der Rechtspopulismus in seinen Grundkoordinaten eine hohe Übereinstimmung mit der bürgerlichen Ideologie aufweist, oder besser gesagt selbst Ausdruck von ihr ist, wird klar, dass dieser Protest einen Haken hat. Er weist nämlich keinen progressiven Ausweg aus der Krise. Der Rechtspopulismus ist mit der herrschenden Politik kompatibel – er zielt sogar auf ihre Radikalisierung, tritt aber selbst als Alternative auf. Und genau hierin liegt das Problem. Während der Neoliberalismus offenkundig mit zur gegenwärtigen Situation geführt hat, bewegt sich die Formulierung einer ‘anderen‘ Politik oftmals auf mit ihm kompatiblen Bahnen.“

Sollte Sie das weiter interessieren, sind Sie hier richtig.

Auf Platz 9 lesen wir über eine Studie, die in Singapur ansässige Forscher zusammengestellt haben. Darin wird nahegelegt, dass bestimmte Investoren zwischen 1997 und 2013 frühzeitig Wind von Veränderungen der Federal Reserve-Politik bekamen, um mit diesen Informationen an den Börsen aktiv zu werden, ehe die Fed diese Veränderungen offiziell bekannt machte. So zeigen untersuchte Handelsdaten “ungewöhnlich große Preisbewegungen und Ungleichgewichte bei Kauf- und Verkaufsaufträgen, die ‘statistisch signifikant sind und in der Richtung der nachfolgenden Politik-Überraschung‘, heißt es nach einem Papier von Gennaro Bernile, Jianfeng Hu und Yuehua Tang von der Singapore Management University.“

Mehr zu dieser Studie, die den Titel „Can Information Be Locked Up? Informed Trading Before Macro-News Announcements“ trägt, steht hier parat, die Studie selber hier.

Auf Platz 8 bleiben wir beim Thema “Fed-Politik”. Da werfen nämlich Paul Craig Roberts und Dave Kranzler aktuell die Frage in den Raum, ob die Federal Reserve wirklich ihre Anleihekäufe unter dem Stichwort “Tapering“ zwischen November 2013 und Januar 2014 verringerte. Die beiden Autoren haben so ihre Zweifel daran.

Wieso, weshalb, warum – siehe hier unter der Überschrift “The Great Deceiver — The Federal Reserve”.

Zu der mutmaßlichen Fed-Täuschung wurde Paul Craig Roberts danach auf USAWatchdog interviewt – zu sehen hier.

Ferner gibt es zu den An- und Verkäufen von US-Staatsanleihen noch dieses interessante Stück hier zu lesen.

Auf Platz 7 begegnet uns via Netzpiloten die These “Big Data könnte uns den freien Willen wegnehmen“. In einem Vortrag auf der Internet-Konferenz re:publica warnte der Österreicher Viktor Mayer-Schönberger vom Oxford Internet Institute “eindringlich vor den Gefahren einer allumfassenden Datenerfassung, die uns künftig einmal die Freiheit nehmen könnte, uns frei zu entscheiden und zu handeln.“

Eine Konsequenz von Big Data-Analysen: “‘Big Data ändert unser Verständnis für Zeit, und das könnte unsere Gesellschaft, unsere Freiheit und unsere Art zu leben zerstören‘, findet Mayer-Schönberger. … (S)tatistische Wahrscheinlichkeiten, die von der Vergangenheit auf die Zukunft schließen“, bestimmen zunehmend übers Geschick der Menschen. “‘Die Vorhersage nimmt uns die Chance, nach unseren eigenen Wünschen zu handeln, die Zukunft wird bestimmt durch die Vergangenheit‘, so der Oxford-Professor.“

Ausführlicher können Sie sich damit hier beschäftigen.

Alldieweil war vom ehemaligen NSA-Technikchef William Binney zu vernehmen, dass sich der militärische US-Geheimdienst NSA “weiter Teile der Internetinfrastruktur bemächtigt“ habe, so dass festgestellt werden könne: „Der NSA gehört das Netzwerk.“ Wodurch “auch Wirtschaftsspionage im großen Stil“ ermöglicht werde.

Siehe hier.

Der Chaos Computer Club unterstützt unterdessen Edward Snowden. “Der Chaos Computer Club (CCC) hat sich auf seiner regulären Mitgliederversammlung dafür entschieden, den US-amerikanischen Whistleblower Edward Snowden zu unterstützen sowie zum Ehrenmitglied zu ernennen. Die öffentliche Aufklärung über die Aktivitäten der NSA, des GCHQ und weiterer Geheimdienste müssen endlich ernsthaft betrieben werden.“

So ist’s hier nachzulesen.

Auf Platz 6 erklärt der Ökonom Tony Lima mit einem Rattenschwanz an Referenz-Artikeln von John Crudele, warum er einer mehr im Club ist, der keine Daten, die von der US-Regierung stammen, mehr benutzen will. Jedenfalls für vorerst drei Jahre.

Das Warum erläutert Lima hier. (Wieso das Dilemma nach Obamas Regierungszeit jedoch besser werden sollte, bleibt dagegen Limas ganz persönliches Geheimnis – als ob US-Regierungsdaten vor Obama sonderlich glaubwürdiger gewesen wären…)

Auf Platz 5 zeichnet sich eine Tauwetterphase in den sonst so eisigen Beziehungen zwischen Saudi-Arabien und dem Iran ab. In der Washington Post hieß es dieser Tage, dass das Königreich der Sauds den iranischen Außenminister zu einem Besuch nach Riad einlud.

“Im Gespräch mit Journalisten in der saudischen Hauptstadt sagte Außenminister Saud al-Faisal, dass das Königreich bereit sei, den iranischen Außenminister Mohammad Javad Zarif ‘wann immer er es für richtig hält‘ als Gast willkommen zu heißen, und wies darauf hin, dass Riad bereit sei, mit den Erzfeind Verhandlungen über die vielen brennenden Fragen zu eröffnen, die sie voneinander trennen.

‘Wir sind bereit, ihn zu empfangen‘, sagte Faisal, hinzufügend: ‘Wir werden mit ihnen sprechen. Unsere Hoffnung ist, dass der Iran zu einem Teil der Bemühungen wird, die Region so sicher wie möglich zu machen.‘

Die Einladung kam nach Monaten mit Hinweisen darauf, dass die beiden rivalisierenden Mächte in Bewegung sind, um die Spannungen zu lockern, die dazu beigetragen haben, den Krieg in Syrien und die Feindseligkeiten im Irak, in Libanon, Bahrain und im Jemen anzuheizen. Das sunnitische Saudi-Arabien und der schiitische Iran haben gegensätzliche Seiten in jedem der Konflikte unterstützt, damit die sektiererische Dimension der Instabilität, die die Region plagt, vertiefend.“

Weitere Ausführungen warten hier auf Sie.

Auf Platz 4 drehen wir uns dem gefährdeten Status des US-Dollars als unangefochtene Weltreservewährung zu. Im Grunde ist’s immer klar gewesen, dass der US-Dollar eines Tages dort vom Thron gestoßen wird, wo er ihn letztlich auf Jahrzehnte erklomm: im Energiebereich. Und wenn Sie denn einmal hier und hier nachschauen, so scheint die US-Elite allmählich aus dem eurasischen Raum das zu bekommen, wonach sie seit vielen, vielen Jahren daselbst geradezu hochmütig gebettelt hat.

Der hochkarätige Wall Street-Akteur James G. Rickards hat auch einiges dazu zu sagen – klicke dafür hier.

Auf Platz 3 befasst sich einer der gescheitesten Köpfe in deutschen Landen, F. William Engdahl, für New Eastern Outlook mit dem Schiefergas-Boom in den USA, den er als nicht nachhaltig erachtet. Er gelangt zum Schluss, dass die Schiefergas-“Revolution“ ein Schneeballsystem darstelle, welches sich als Energie-Revolution verkleide.

Auf welchem Wege Engdahl zu diesem Schluss kommt, können Sie hier ersehen.

Auf Platz 2 legt Anatol Lieven in einem Beitrag für The New York Review of Books dar, welchen Prozess es seiner Ansicht nach bedarf, um die Konfliktsituation in der Ukraine zu lösen. Eine besondere Rolle würde dabei Deutschland zufallen:

“Deutschland, als das westliche Land mit dem größten Einfluss auf Russland, wird entscheidend für eine Lösung sein.“ Hierzu sollte es eine Strategie voranbringen, “die nationale und regionale Wahlen unter einer neuen Verfassung fordert, und einen klaren Plan für demokratischen Föderalismus vorschlagen, nicht als Russlands Plan, sondern als der Deutschlands, und in Übereinstimmung mit den westlichen demokratischen Werten. Der Prozess der Annahme dieser Verfassung könnte dann unter UN- und OSZE-Schirmherrschaft stattfinden.

Ein solcher Vorschlag, der aus einer solchen Quelle rührt, würde, glaube ich, sehr schwer für Washington, Moskau und Kiew abzulehnen sein. Mit diesem Vorgehen haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und Außenminister Franz-Walter Steinmeier die Chance, als wahre Staatsmänner in die Geschichte einzugehen, die einige der vergangenen Katastrophen der deutschen Geschichte durch das Retten Europas vor einem schrecklichen und unnötigen Krieg wettmachen könnten.“

Lievens kompletten Beitrag “Ukraine—The Way Out” finden Sie bei Interesse hier.

Zum “neuen Kalten Krieg“ hätte ich ansonsten noch einen Artikel von Michael Hudson im Angebot – zu finden hier.

Und David P. Goldman a.k.a. Spengler kürt China aus gutem Grund zum bisherigen Sieger im Ukrainekonflikt – und sagt des Weiteren:

”Die amerikanische Politik – von der Regierung wie von der Opposition – liegt nicht einmal falsch, wie ich seit Wochen gewarnt habe. Sie ist schlicht irrelevant. Wir schauen nicht aufs gesamte Schachbrett. Die deutschen Medien signalisierten im März, dass Sanktionen gegen Russland Moskau und Peking enger zueinander treiben würden, und das ist exakt das, was geschah. Wir gaben uns der Raserei eines impotenten, selbst-tröstenden Getues gegen die üblen, aggressiven Russen hin, und waren nur erfolgreich darin, eine Säule der Kalten Kriegs-Diplomatie zu stürzen. Wir zogen los, um Demokratie in Ost-Europa zu propagieren, und halfen dabei, Putins Popularitätswerte daheim auf über 80% hochzutreiben. In der ganzen kläglichen Historie der US-Diplomatie kann ich an nichts denken, das einem Eigentor mehr ähnelt.“

Sein (passendes) Fazit lautet: “Wir sind vollkommene Idioten.”

Siehe hier.

Und auf Platz 1 ziehen wir uns schließlich einen durch, um es so zu sagen, geht nämlich um Marihuana und dessen Freigabe. The Daily Bell, eine libertäre Publikation, die sich gerne den Investmentmöglichkeiten eines legalisierten Marihuana-Marktes widmet, beleuchtet in einem aktuellen Artikel die Tatsache, dass immer mehr Figuren des Establishments die Botschaft propagieren, dass Cannabis doch nicht so übel sei, wie es in der Vergangenheit dargestellt wurde.

The Daily Bell hebt angesichts dieser Leute hervor:

“Libertäre führten die Anklage gegen den ‘Drogenkrieg‘ seit Jahrzehnten an, aber nun stellt sich heraus, dass praktisch alle anderen auch gegen ihn sind. Natürlich waren einige dieser Menschen nicht bereit, die Stimme zu erheben, als Konsumenten für Jahre, sogar Jahrzehnte ins Gefängnis geworfen wurden.

Und der vielleicht am meisten entmutigende Aspekt dieser plötzlichen Umwandlungen hat mit hochkarätigen ‘medizinischen Prominenten‘ zu tun. Vermutlich sollten Ärzte über den Trubel der öffentlichen Meinung stehen. Doch in den letzten Monaten haben wir prominente medizinische Sprecherpersönlichkeiten mit großen Fernsehprogrammen gesehen, die plötzlich positiv über Cannabis sprechen, vor allem über medizinisches Marihuana. (…)

Wir haben bereits darauf hingewiesen, dass diese Art von Massenkonversion ziemlich schädlich für die sozialen Sitten und die Wahrnehmung der staatlichen Gerechtigkeit ist. So viele Leben sind durch die Strafverfolgung von Menschen zunichte gemacht worden, die Stücke getrockneter Pflanzen entflammten, dass die Stromumkehrungen der Politik zynisch zu sein scheinen.

Die Bausteine der westlichen Gesellschaft – justizielle, militärische, wirtschaftliche, politische… und, natürlich, medizinische – stehen wie nie zuvor in dieser Internet-Ära unter Beschuss. Und hochkarätige Widerrufe im Zusammenhang mit Cannabis werden die Entfremdung sicherlich verschärfen.

Aber wie wir bereits hervorgehoben haben, wird es wohl noch schlimmer kommen. Es scheint, dass das Fundament gelegt wird, um den so genannten ‘Krieg gegen Drogen‘ vollständig zu Gunsten der so genannten Harm Reduction (Schadensreduzierung) zu kippen.“

Damit, so The Daily Bell, sollen die Auswirkungen von Drogenmissbrauch minimiert werden, indem eher Behandlungen, statt Gefängnisstrafen zur Anwendung kommen.

“Dies würde tatsächlich ein großer Schritt vorwärts sein, es gibt aber einen Haken.“ Und da kommt nun die UN ins Spiel – was wiederum suggeriert, dass es nicht darum geht, Ungerechtigkeiten und medizinische Fehleinschätzungen zu korrigieren. Stattdessen sei zu befürchten, dass wahrscheinlich “eine viel breitere und doppelzüngigere Agenda am Werke ist“.

Den kompletten Artikel gibt es hier zum durchziehen.

Schon etwas zurückliegend, aber nach wie vor sehr interessant und aktuell ist ein Artikel, den Alice Kohn über “Monsanto und die Marihuana-Legalisierung in Uruguay“ schrieb. Zu George Soros und Monsanto heißt es im Rahmen des lukrativen Marihuana-Marktes in Uruguay unter dem Stichwort “Woher stammt das Hanf-Saatgut?“:

“In diesem Zusammenhang kursiert im Internet immer wieder ein Name, der bis vor kurzem in Uruguay noch recht unbekannt war: George Soros.

Der aus Ungarn stammende 83-jährige Finanzinvestor steht laut der Forbes-Liste auf Rang 19 der Reichsten der Welt. Besondere Berühmtheit erreichte Soros, als er durch Spekulationen gegen das Pfund die britische Zentralbank in die Knie zwang. Außerdem ist Soros selbsterklärter Philanthrop.

Als sich Uruguays Präsident Mujica diesen September einen Tag vor seinem Auftritt bei der UN-Vollversammlung in New York mit Soros traf, wurden in vielen Webportalen die Alarmglocken geläutet. Ein Mann wie Soros plaudert nicht ohne weitergehende Absichten. Ein 45-minütiger Ideenaustausch soll es gewesen sein.

Die Legalisierung von Marihuana sei ein wichtiger Schritt, um weltweit Schaden abzuwenden, so Soros. Deswegen unterstützt er diese mit seiner Stiftung Open Society. 34 Millionen US-Dollar investierte Open Society in Lateinamerika, davon 10 Prozent für die Legalisierung von Marihuana. In Uruguay finanzierte die Open Society über die Organisation ‘Regulación Responsable‘ eine nationale TV-Kampagne für die Marihuana-Legalisierung.

Der Regierung Uruguays bot Soros an, eine Bildungskampagne gegen Drogenmissbrauch zu finanzieren. Soweit so gut. Auch Finanzmagnate können Herz zeigen. Doch hat die Sache noch einen kleinen Haken…

Monsanto

Der Saatgut-Multi aus Missouri machte in den letzten Jahren durch seine Monopolstellung bei der Produktion von gentechnisch verändertem Saatgut, Knebelverträgen mit Landwirten sowie mit gekauften Studien von sich reden. Einer der größten Anteilseigner von Monsanto ist George Soros.

Schon seit längerem wird befürchtet, dass der Agrarkonzern ein Patent auf genverändertes Cannabis-Saatgut plant. ‘Monsanto hat seinen Fokus nicht in diesem Bereich‘, erklärte Monsanto-Sprecher Darren Walli und fügte hinzu, dass selbst wenn sich dies ändern sollte, es weitere Jahre bräuchte, um massentaugliches Saatgut zu entwickeln. Doch so ganz stimmt Wallis Aussage nicht. Denn gentechnische Forschung zu Hanfpflanzen gibt es schon seit ein paar Jahren, und Monsanto scheint indirekt daran beteiligt zu sein:

In Holland hat der Wissenschaftler David Watson mit seiner Firma HortaPharm seit 1990 die größte Sammlung an Cannabis-Variationen geschaffen. 1998 verkündete der britische Konzern GW Pharma, dass er mit HortaPharm ein Abkommen geschlossen habe und nun Zugang zu der Cannabis-Sammlung erhält. 2003 schlossen GW Pharmaceuticals und Bayer Incorporated ein Abkommen, um gemeinsam an einem auf Cannabis basierendem Extrakt zu arbeiten. 2007 beschlossen wiederum Monsanto und Bayer einen gegenseitigen Technologie-Austausch. Darunter fällt auch die RNAi-Technologie, die in Hinblick auf die genetische Veränderung von Cannabispflanzen interessant ist. 2009 verkündete GW Pharma, dass es gelungen sei, eine Cannabispflanze ‘künstlich zu manipulieren‘ und eine neuartige Cannabispflanze zu patentieren.

Warum sollte ein Unternehmen in die Kreation neuartiger Cannabispflanzen investieren, wenn es nie die Möglichkeit hat, diese auch legal anzupflanzen?

In Kolumbien sollen Bauern schon seit mehreren Jahren genmanipuliertes Hanf kultiviert haben. Das Saatgut mit den Namen ‘Cripa‘ soll aus den USA importiert worden sein. In Kanada wurde Cannabis seit 2003 zu medizinischen Zwecken legalisiert, die Pflanzen für den Verkauf sollen aus staatlichen Laboren stammen. Das Onlinemagazin CannabisCulture zitiert eine anonyme Quelle aus dem kanadischen Gesundheitsministerium, die aussagt, dass in den Laboratorien Samen von der Universität Mississippi benutzt werden, deren Gene wiederum von Monsanto stammen.“

Dieses und mehr plobbt hier auf.

Übrigens wird der Drogenexperte Mathias Bröckers demnächst im Frankfurter Westend-Verlag ein Buch herausbringen, das auffordert: “Keine Angst vor Hanf!“ – siehe hier.

Zuletzt noch das Musikstück der Woche: MILT JACKSON & THE MONTY ALEXANDER TRIO – Bossa Nova Do Marilla.

In dem Sinne, ganz der Ihre,

Lars Schall.

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One Response to “Die Woche im Rückspiegel betrachtet”

  1. Hile Brand sagt:

    …abgesehen von den wie üblich ergiebigen Links;
    ein fabelhaftes (oldschool) Musikstück!
    Thanks!

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