Das Chaos in “Syrak“ ist gewollt – Ein Update

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Im November letzten Jahres erinnerte ich angesichts der “Flüchtlingslawine“ aus Syrien/Irak und der von ISIS reklamierten Anschlagserie in Paris anhand von Fakten, dass das Chaos, das beidem Zunder gab, gewollt ist. Heute folgt ein Update mit einigen weiteren Tatsachen, die in die gleiche Richtung weisen.

Von Lars Schall

Es folgt ein Auszug aus einem Buch zum Thema 9/11 und Tiefenstaat, an dem ich derzeit schreibe.

(…) China ist sich vollkommen bewusst, dass es mit den Vereinigten Staaten militärisch nicht konkurrieren kann (zum Vergleich: 2013 betrugen die amerikanischen Militärausgaben 640 Milliarden US-Dollar, die chinesischen Militärausgaben beliefen sich bei 188 Milliarden US-Dollar (1)). Pekings Antwort besteht darin, dass es den USA die offenen, blutigen Konflikte überlässt; es selber verlagert sich auf die wirtschaftliche Kriegsführung in deren Windschatten. Dabei nutzt es aus, dass sich die USA mit ihrem „Krieg gegen den Terror“ vielerorts unbeliebt machen. Im Fokus der chinesischen Handlungen steht die Strategie, sich vor allem dort Freunde zu schaffen, wo es um Öl geht. Da der US-amerikanische „Krieg gegen den Terror“ im Großen und Ganzen ein Öl-Krieg ist – oder jedenfalls dort stattfindet, wo nach dem Öl nicht allzu weit gesucht werden braucht –, fällt beides für die Chinesen relativ ideal in eins.

Man nehme als Beispiel die ausgezeichneten Erfolge, die Peking zwischen Euphrat und Tigris nach dem Irak-Abenteuer der USA einfuhr (ehe dann ISIS/ISIL/IS auf die Szene trat). Die China National Petroleum Company (CNPC) gewann beispielsweise die Ausschreibung für die Entwicklung des Halfaya-Ölfelds, das bis zu 4,1 Miliarden Barrel des teuren Guts beinhalten soll. Zusammen mit BP bekam die CNPC zuvor schon den Zuschlag für die Entwicklungsrechte in Rumaila, dem größten Ölfeld, das der Irak überhaupt zu vergeben hat. Damit nicht genug: CNPC war ebenso behilflich bei der Wiederaufnahme der Ölproduktion des Al-Ahdab-Ölfelds, während die China Petrochemical Corp. (Sinopec) durch die Übernahme der Schweizer Erdölfirma Addax Petroleum im kurdischen Teil des Irak seither – theoretisch –  Reserven im Volumen von 42,5 Mio. Barrel hält. (2)

Sinopec hat seinen Stammsitz in Peking, zählt zu den drei größten Erdgas- und Mineralölunternehmen Chinas und stand 2006 sogar auf der Spitzenposition unter den chinesischen Top-500-Unternehmen.(3) Mit einer Lizenz der kurdischen Regionalregierung förderte Addax, das für knapp $ 8 Milliarden an Sinopec ging, 40.000 Barrel täglich im Jahre 2010. Nach Ausbau der Anlage des Taq-Taq-Ölfeldes könnte die tägliche Produktion 70.000 Barrel betragen. Entsprechend wurde die Transaktion zwischen Sinopec und Addax „von offizieller chinesischer Seite … begrüßt: Die Übernahme passe gut in die globale Energiestrategie Chinas“, berichtete Bloomberg. „Das Land sei bestrebt, die Ölversorgung zu diversifizieren. Zugang zu Vorkommen im Nahen Osten und in Afrika werden ohne Zweifel die Energiesicherheit verbessern, sagte Jiang Xinmin, Energieexperte bei der Nationalen Kommission für Planung und Entwicklung, der obersten Planungsbehörde in Peking.“ (4)

Was die im Irak tätigen Dschihadisten von „ISIL / ISIS / IS“ und die Angriffe von US-amerikanischen Kampfjets auf irakische IS-Ziele seit dem 8. August 2014 angeht, ist aus westlicher Sicht zu konstatieren, dass die IS-Kämpfer „keine neue Erscheinung“ darstellten. „Doch solange sie ihre Blutspur allein in Syrien zogen, hat man sie nur verbal verurteilt, faktisch aber weiterhin ‒ als Teil der gegen die Assad-Regierung kämpfenden Allianz ‒ unterstützt. Zur zu bekämpfenden Bestie wurde ISIL erst, als seine Vorstöße im Irak bis in die von den irakischen Kurdenparteien KDP und PUK kontrollierten Gebiete reichten und damit unmittelbar die sich dort befindlichen Öl- und Gasfelder bedrohten, auf denen westliche Ölkonzerne aktiv sind.“ (5)

Das vorgebrachte Öl-Argument lässt sich untermauern: „Verschwörungstheoretiker haben lange insistiert, dass sich moderne Kriege um Öl drehen. Jetzt zeigen Untersuchungen, dass Kohlenwasserstoffe eine noch größere Rolle in den Konflikten spielen, als sie vermutet hatten.

Laut Wissenschaftlern der Universitäten von Portsmouth, Warwick und Essex ist eine ausländische Intervention in einem Bürgerkrieg 100 Mal wahrscheinlicher, wenn das betroffene Land hohe Ölreserven hat, als wenn es keine hat. Diese Forschung ist die erste, die die Rolle des Öls als dominierenden Motivationsfaktor in Konflikten bestätigt, indem sie darauf hindeutet, dass Kohlenwasserstoffe ein wesentlicher Grund für die militärische Intervention in Libyen … und die aktuelle US-Kampagne gegen Isis im Nordirak waren.“

Die Studie, die im Journal of Conflict Resolution veröffentlicht wurde, deutet darauf hin, dass es aufgrund des fallenden Ölpreises zu weniger westlichen Interventionen kommen wird, da das „schwarze Gold“ als „ein weniger wertvolles Gut“ dasteht. Einer der Autoren der Studie, Dr. Petros Sekeris von der University of Portsmouth, sagte: „Eine militärische Intervention ist teuer und riskant. Kein Land tritt in den Bürgerkrieg in einem anderen Land ein, ohne die Kosten gegen die eigenen strategischen Interessen abzuwiegen.”

Wenn das Land, das sich im Krieg befindet, ein großer Produzent und Exporteur von Erdöl ist, gehen die „strategischen Interessen“ von Drittparteien sehr viel eher in Richtung Militärintervention. „,Nach einer strengen und systematischen Analyse haben wir festgestellt, dass sich die Rolle wirtschaftlicher Anreize als ein Schlüsselfaktor für die Intervention entpuppt‘, sagte Co-Autor Dr. Vincenzo Bove von der University of Warwick. ,Bevor sich die Isis-Kräfte dem ölreichen kurdischen Norden des Irak näherten, wurde Isis in den Nachrichten kaum erwähnt. Sobald sie aber in die Nähe von Ölfeldern kamen, geriet die Belagerung von Kobani in Syrien zu einer Schlagzeile und die USA schickten Drohnen, um Isis-Ziele zu treffen‘, fügte er hinzu.“ (6)

Im Frühjahr 2016, als es von Offiziellen des US-Militärs hieß, der Islamische Staat befände sich „auf der Flucht“, wurden plötzlich US-Bodentruppen im Irak eingesetzt, um ISIS-Offensiven zu begegnen, die sich auf die Stadt Machmur in der ölreichen Region nahe Kirkuk richteten. Zur Unterstützung der irakischen Soldaten schickte das Pentagon Angehörige der U.S. Marines an die vorderste Front. Sie „wurden mit der Bereitstellung zusätzlichen Schutzes für irakische Soldaten, die gegen ISIS kämpfen, und den US-Beratern, die sie ausbilden, beauftragt. Die Feuerkraft der Marines soll es den irakischen Truppen ermöglichen, sich westlich von Machmur in Richtung Qayyarah zu bewegen, wo ISIS immer noch mehr als 10.000 Barrel Öl pro Tag produziert.“ Der Einsatz leiste einen „zusätzlichen Schub für die irakischen Streitkräfte, um sicherzustellen, dass die Öl- und Gasinfrastruktur des Landes intakt bleibt.

Mehrere amerikanische und britische Unternehmen arbeiten im irakischen Teil Kurdistans, darunter Chevron, ExxonMobil, Hess, Marathon Oil und Genel Energy. ExxonMobil und Chevron sind in der Explorationsphase und haben die Ölherstellung noch nicht gestartet. (…) Andere westliche Öl- und Gasgesellschaften aus Ländern wie Norwegen und die Schweiz sind auch aktiv in Irakisch-Kurdistan.“ (7)

Adil Shamoo, Professor an der University of Maryland und Mitarbeiter am Institute for Policy Studies, machte im September 2014 die USA für Iraks Probleme verantwortlich. Es seien die Vereinigten Staaten gewesen, die die inneren Zerwürfnisse und sektiererischen Spaltungen bewirkten. ISIS bilde sich aus ehemaligen Ba’ath-Parteigängern, al-Qaida-Mitgliedern und Sunnis zusammen, die ihre Machtposition verloren hätten. Die Finanzierung für ISIS stamme aus Saudi-Arabien und den Golfstaaten, zusammen mit den Erlösen, die der Ölverkauf zu einem Viertel des Weltölpreises für ISIS einbringe. (8) Den Erdölverkauf betreffend, wurde insbesondere türkischen Institutionen der Vorwurf gemacht, bei diesen Verkäufen behilflich zu sein. (9) Rohöl, das von ISIS auf Ölproduktionsanlagen in Nordost-Syrien beschlagnahmt wurde, gelangte für den Verkauf in die Türkei, um den Kampf des Islamischen Staates zu unterstützen. (10)

Obwohl ISIS mit dem Erdölverkauf bis zu 50 Millionen US-Dollar pro Monat einnahm, (11) schritten die USA nicht dagegen ein. (12) Erst als Russland im November 2015 dazu überging, Öl-Transporte in Richtung Türkei zu bombardieren, entschloss sich auch Washington, aktiv gegen die Haupteinnahmequelle des Islamischen Staates vorzugehen. (13) Als Erklärung für die gezeigte Zurückhaltung hieß es vom ehemaligen CIA-Direktor Michael Morell, man habe die von ISIS kontrollierten Ölanlagen nicht angegriffen, „weil wir keine Umweltschäden verursachen wollten, und wir wollten die Infrastruktur nicht zerstören.“ (14)

Im Mai 2015 veröffentlichte die US-Bürgerrechtsvereinigung Judicial Watch eine Auswahl von ehemals streng vertraulichen Regierungsdokumenten, die vom Pentagon und dem US-Außenministerium stammen. In einem Dokument der Defense Intelligence Agency (DIA), das vom August 2012 datiert und an US-Behörden wie CENTCOM, CIA und FBI ging, hieß es, dass für den Westen, die Länder des Golfes und für die Türkei die Möglichkeit bestünde, „ein erklärtes oder unerklärtes salafistisches Fürstentum in Ost-Syrien“ zu etablieren – was wiederum exakt das sei, was die Unterstützer der syrischen Opposition wollten, „um das syrische Regime zu isolieren“. Will bedeuten: „Das Dokument zeigt, dass die US-Geheimdienste bereits 2012 den Aufstieg des Islamischen Staates im Irak und in der Levante (ISIL oder ISIS) vorhersagten, aber statt sich von der Gruppe als einem Feind deutlich abzugrenzen, sieht der Bericht die Terrorgruppe als einen strategischen Wert für die USA an“, mit dem sich ein Regimewechsel in Damaskus bewerkstelligen lassen könne, wiewohl al-Qaida in dem Bericht als treibender Faktor hinter der syrischen Opposition ausgemacht wird. Der DIA-Report, der mit der Geheimhaltungsstufe „SECRET/NOFORN“ versehen wurde, sagte für den Fall einer „Verschlechterung der Lage“ in Syrien „düstere Konsequenzen für die Situation im Irak“ voraus. Nicht zuletzt würde sich dadurch eine „ideale Atmosphäre für die Rückkehr von al-Qaida in ihre Stammgebiete in Mosul und Ramadi“ ergeben. (15)

In einem DIA-Memo, das vom Oktober 2012 datiert und ebenfalls an mehrere Behörden ging, wurde überdies kein Zweifel daran gelassen, „dass US-Geheimdienste wussten, dass sich Waffen von Libyen“ – über die dortigen al-Qaida-Kämpfer – „nach Syrien“ – zu den in der Levante konzentrierten Kräften – „bewegten“. (16)

Ganz öffentlich war derlei vom Council on Foreign Relations begleitet worden. Ed Husain, der im CFR-Studienprogramm zum Mittleren Osten arbeitet, schrieb im August 2012 auf der CFR-Website:

„Im Großen und Ganzen sind die Bataillone der Freien Syrischen Armee (FSA) müde, geteilt, chaotisch und unwirksam. Indem sie sich vom Westen verlassen fühlen, sind die Rebellen zunehmend demoralisiert … Al-Qaida-Kämpfer können dagegen dazu beitragen, die Moral zu verbessern. Der Zustrom von Dschihadisten bringt Disziplin, religiöse Inbrunst, Kampferfahrung aus dem Irak, die Finanzierung von sunnitischen Sympathisanten in der Golfregion, und vor allem tödliche Resultate. Kurz gesagt, die FSA braucht jetzt al-Qaida.” (17)

Letztlich ist ISIS eine Geburt der US-Invasion im Irak – begünstigt von der Destabilisierung Syriens. Die „unumgängliche Schadensbegrenzung“, als die der Angriff auf den Irak 2003 mancherorts verkauft wurde, (18) ist zur Schadensmaximierung geworden. Michael T. Flynn, unter anderem ehemals Direktor der Defense Intelligence Agency (Juli 2012 bis August 2014), sagte im Sommer 2015 gegenüber Mehdi Hasan von Al Jazeera, „dass die Invasion im Irak ein strategischer Fehler war, der direkt zum Aufstieg der extremistischen Gruppe des Islamischen Staates beitrug. … ,Wir haben auf jeden Fall Öl in ein Feuer gegossen. Absolut … es gibt keinen Zweifel daran, ich meine … die Geschichte wird nicht freundlich mit den Entscheidungen umgehen, die im Jahre 2003 getroffen wurden.’“ (19) Darauf angesprochen, ob die Regierung in Washington die DIA-Analyse vom August 2012 über den Aufstieg der Salafisten in Ost-Syrien „wissentlich ignoriert“ habe, entgegnete Flynn: „Ich weiß nicht, ob sie sie wissentlich ignoriert haben, ich denke, es war eine Entscheidung. Ich denke, es war eine vorsätzliche Entscheidung.“

Daraufhin fragte Hasan: „Eine vorsätzliche Entscheidung, einen Aufruhr zu unterstützen, an dem Salafisten, al Qaeda und die Moslem-Bruderschaft beteiligt waren?“

Antwort Flynn: „Es war eine vorsätzliche Entscheidung, das zu tun, was sie tun.“ (20)

Eine Politik, die sich mit den Ursachen des Elends der Flüchtlinge aus Syrien und Irak befasste, würde vielleicht zum Schluss gelangen, dass die USA und die anderen Mitglieder der „Koalition der Willigen“ von 2003 zur Kasse zu bitten wären. Gerade hier beim Flüchtlingsproblem, das sich aus den besagten beiden Ländern für Europa stellt, sollte das Verursacherprinzip greifen, wonach derjenige, der eine bestimmte Handlung vornimmt oder sie unterlässt, die Kosten für diese Handlung oder ihre Unterlassung zu tragen hat.

Das Assad-Regime, das beim Westen kaum ernsthaft verschuldet war und sich fortdauernd geweigert hatte, „sich nach IWF- und Weltbank-Bedingungen in den Welthandel zu integrieren“, geriet „als mutmaßlicher Teil der sogenannten ,Schiitischen Achse‘ (Syrien–Libanon–Iran) und wichtigster Verbündeter des von den USA zu einem der Hauptfeinde erklärten Iran“ nach den 9/11-Terroranschlägen „zunehmend ins Visier der US-Regierung“, welche mit ihren Verbündeten „eine regionale Offensive im Nahen und Mittleren Osten gestartet und nicht nur Afghanistan besetzt, sondern u.a. auch ihre Militärpräsenzen in Kirgisistan, Usbekistan, Pakistan, dem Jemen, Dschibuti sowie im Rahmen der Pan-Sahel-Initiative auch im Tschad, in Niger, Mali und Mauretanien ausgebaut (hatte).“ (21) Der US-Kongress drängte mit dem 2003 verabschiedeten Syria Accountability and Lebanese Sovereignty Restoration Act (SALSRA) darauf, „dass Syrien seine ,Unterstützung des Terrorismus‘, die Besatzung des Libanons und das syrische Streben nach Massenvernichtungswaffen beendet.“ (22) Sanktionen, auf die sich die Vereinigten Staaten und die Europäische Union zwei Jahre später einigten, versetzten insbesondere der Agrarindustrie und Ölförderung schwere Schläge. (23) Nachdem die anti-syrischen Kräfte im Libanon durch die „Zedernrevolution“ von 2005 nachhaltig gestärkt werden konnten, begann die Bush-Regierung oppositionelle Gruppierungen in Syrien ab 2006 direkt zu unterstützen. (24) Der damalige US-Botschafter trat gar dafür ein, mit einer syrischen Exilregierung in Riad zu kooperieren, die durch saudische Finanzmittel unterstützt und von der Muslimbruderschaft getragen wurde. (25) Mit Ausbruch eines vollumfänglichen Bürgerkriegs in Syrien 2011/2012 setzte die US-Außenpolitik offen auf einen Regimewechsel in Damaskus. (26) Ein Bericht der Washington Post bezifferte die Gesamtausgaben der CIA, die zugunsten der Anti-Assad-Kräfte eingesetzt wurden, später auf annähernd 1 Milliarde US-Dollar pro Jahr. (27)

Teilweise vermag der ISIS-Aufstieg auch auf einen langfristigen Plan der saudischen Elite zurückgeführt werden, ihre verhassten Rivalen, die Schiiten, auszuschalten, während sie ihre eigene repressive Macht über den Mittleren Osten auszuweiten gedenken.

„Einige Zeit vor 9/11 hatte Prinz Bandar bin Sultan, der einst mächtige saudische Botschafter in Washington und bis vor ein paar Monaten Leiter des saudischen Geheimdienstes, ein aufschlussreiches und ominöses Gespräch mit dem Leiter des britischen Secret Intelligence Service, MI6, Sir Richard Dearlove. Prinz Bandar sagte ihm: ,Die Zeit ist nicht mehr weit im Nahen Osten, Richard, wenn es buchstäblich ,Gott helfe den Schiiten‘ heißen wird. Mehr als eine Milliarde Sunniten haben einfach genug von ihnen.‘

Der fatale Moment, der von Prinz Bandar vorhergesagt wurde, mag nun für viele Schiiten gekommen sein, indem Saudi-Arabien eine wichtige Rolle dabei spielt, ihn durch die Unterstützung des anti-schiitischen Dschihads im Irak und in Syrien hervorzubringen. … Es besteht kein Zweifel an der Richtigkeit des Zitats von Prinz Bandar, Generalsekretär des saudischen Nationalen Sicherheitsrates von 2005 und Leiter des Geheimdienstes zwischen 2012 und 2014, den entscheidenden zwei Jahren, als Dschihadisten der al-Qaida-Art die bewaffnete sunnitische Opposition im Irak und in Syrien übernahmen. In der vergangenen Woche am Royal United Services Institute sprechend, betonte Dearlove, der den MI6 von 1999 bis 2004 leitete, die Bedeutung von Prinz Bandars Worten und sagte, dass sie ,einen abschreckenden Kommentar (bildeten), an den ich mich in der Tat sehr gut erinnere‘.“ (28)

Zudem wissen wir durch einen Bericht von Seymour Hersh, der 2007 im New Yorker erschien, dass Präsident Bush die saudischen Ansprechpartner bedrängt hatte, sektiererische Kräfte von der Leine zu lassen, um der Assad-Regierung in Syrien und der Hisbollah im Libanon zu schaden. (29) Daran, dass dafür Gelder aus Kuwait, Katar und Saudi-Arabien flossen, besteht kein Zweifel. (30) Ebenso wenig daran, dass der türkische Geheimdienst den Al-Qaida-Kämpfern in Syrien Waffen bereitstellte. (31) Ferner besuchten syrische Rebellen Waffentrainingslehrgänge der CIA, die in der Türkei und in Jordanien stattfanden. (32)

Im Juni 2012 berichtete die New York Times, dass die CIA mit der Muslim Bruderschaft kooperiere, um Waffen an sunnitische Rebellen in Syrien zu liefern, die aus der Türkei, Saudi-Arabien und Katar stammten. (33) Ein von Wikileaks 2009 öffentlich gemachtes diplomatisches Memo enthält die Äußerung der damaligen US-Außenministerin Hillary Clinton, dass „Spender in Saudi-Arabien die wichtigste Quelle für die Finanzierung sunnitischer Terrorgruppen weltweit bilden“. (34) Im Oktober 2014 hielt US-Vizepräsident Joe Biden eine Rede an der Kennedy School der Harvard University. Bei der Gelegenheit räumte Biden ein, dass „die Saudis, die Emirate, etc. … so entschlossen waren, Assad zu stürzen und im Wesentlichen einen Stellvertreterkrieg zwischen Sunniten und Schiiten zu bekommen … [dass] sie Hunderte von Millionen von Dollar und Zehntausende von Tonnen von Kriegswaffen an alle gaben, die gegen Assad kämpfen würden – nur, dass die Leute, die ausgerüstet wurden, Al-Nusra und Al-Qaida waren.“ (35) In einem Leitartikel, der im Oktober 2015 in der New York Times gedruckt wurde, beklagte man sich, dass weiterhin Geldspenden aus Saudi-Arabien, Katar und Kuwait an den „IS“ kanalisiert würden. (36) Drei Monate darauf war in der New York Times von der Operation Timber Sycamore zu lesen, einer anhaltenden Kooperation der CIA mit Saudi-Arabien, um Anti-Assad-Kämpfer in Syrien auszubilden. „Im Rahmen der Vereinbarung (…) steuern die Saudis sowohl Waffen als auch große Geldsummen bei, und die CIA übernimmt die Führung bei der Ausbildung der Rebellen an AK-47-Sturmgewehren und panzerzerstörenden Raketen.“ (37)

Diese Entwicklung geht auf eine Entscheidung der Bush-Regierung zurück, die Mitte der 2000er Jahre getroffen wurde und vorsah, Saudi-Arabien als Mittelsmann zu benutzen, um Gelder „an mit al-Qaida verbundene Dschihadisten, militante Salafisten und Islamisten der Muslimbruderschaft“ zu leiten. „Die Idee dahinter war, diese Gruppen im Nahen Osten und in Zentralasien zu stärken, um den geopolitischen Einfluss des schiitischen Iran und Syriens zu beschneiden und zurückzudrängen.“ (38)

Seymour Hersh berichtete 2007 für den New Yorker über den Fortschritt dieser Strategie. „Die von den USA unterstützte Finanzierungsoperation der Saudis für militante Islamisten, einschließlich mit al-Qaida verbundener oder mit dieser sympathisierender Gruppen, bestand laut Hersh bereits seit 2005.“ (39) Ebenfalls 2007 wurde die Existenz eines US-Geheimprogramms dieser Art durch ABC News untermauert. (40)

Im folgenden Jahr wurde offenbar, „dass Bush eine ,noch nie dagewesene‘ Geheimoffensive gegen Iran und Syrien autorisiert hatte, die ein riesiges geografisches Gebiet vom Libanon bis Afghanistan umfasste und die Finanzierung anti-schiitischer Gruppierungen gestattete.“ Hierzu zählten militante sunnitische Terroristen wie Jundullah, kurdische Nationalisten aus dem Iran oder auch die Ahwazi-Araber im Südwesten des Iran. „Anfänglich standen der CIA-Operation 3–400 Millionen US-Dollar zur Verfügung. Wenngleich der Startschuss unter Bush erfolgte, eskalierte die Strategie unter der Obama-Administration.“ (41)

Der ehemalige MI6-Beamte Alastair Crooke erläuterte, dass das Wiedererstarken von al-Qaida-Dschihadisten auf die amerikanisch-saudische Allianz zurückzuführen sei: „Die US-Vertreter stellten Überlegungen darüber an, was unternommen werden könnte, um diesen lebenswichtigen Korridor [von Iran nach Syrien] zu blockieren, doch es war Prinz Bandar aus Saudi-Arabien, der sie mit der Aussage überraschte, die Lösung sei, sich die islamischen Kräfte zu Nutze zu machen. Die Amerikaner waren von dieser Idee fasziniert, konnten aber mit solchen Leuten nicht umgehen. Überlasst das mir, erwiderte Bandar.“ (42)

Das Durchziehen dieser Strategie unter Bushs Nachfolger Obama bestätigte John Hannah, der ehemalige Nationale Sicherheitsberater von Vizepräsident Dick Cheney: „Die Zusammenarbeit mit Bandar als Partner Washingtons gegen den gemeinsamen Feind Iran ist ein großes strategisches Plus.“ (43) Hannah schrieb, dass die Mobilisierung extremistischer Sunniten „in der gesamten Region“ durch saudische Ressourcen „die Politik und Interessen der USA stärken“ könne, um etwa den Iran zu schwächen, das Assad-Regime zu untergraben, zu Gaddafis Abgang beizutragen und eine Verhandlungslösung im Jemen zu befördern. (44)

In einem Bericht der RAND Corporation, der damals entstanden war, wurden acht Strategien zur Verfolgung des „Kriegs gegen den Terror“ in der eingezirkelten Region empfohlen. Darunter befand sich die Empfehlung, zwischen den verschiedenen salafistisch-dschihadistischen Gruppen „Verwerfungslinien“ auszunutzen, „damit sie sich gegeneinander wenden und ihre Energien in internen Konflikten aufreiben“. Dies könne etwa zwischen salafistisch-dschihadistischen Gruppen, „die sich auf den ,Sturz ihrer nationalen Regierungen‘ konzentrieren“, und eher „transnationalen Dschihadisten wie al-Qaida“ geschehen. Die RAND Corporation befand, die Vereinigten Staaten „könnten die nationalistischen Dschihadisten“ in Operationen zur Lancierung bestimmter Informationen nutzen, um „zur Diskreditierung der transnationalen Dschihadisten“ beizutragen. (45) Die USA wären in der Lage, „den Konflikt zwischen Schiiten und Sunniten“ für sich zu nutzen, „indem sie sich entschieden auf die Seite der konservativen sunnitischen Regime stellen“, um mit ihnen gegen alle schiitischen Kräfte in der muslimischen Welt zusammenzuarbeiten. Ziel: die Herbeiführung einer „Spaltung der dschihadistischen Bewegung zwischen Schiiten und Sunniten.“ Aufgabe sei es, „Macht und Einfluss des Iran“ einzudämmen. indem „die traditionellen sunnitischen Regime in Saudi-Arabien, Ägypten und Pakistan“ die Unterstützung der USA erhielten. (46)

Der RAND-Bericht bestätigte ferner, „dass die aktive Umsetzung dieser ,Teile-und-herrsche‘-Strategie in der Region bereits im Gange war, insbesondere im Irak: ,Diese Strategie wird heute im Irak auf taktischer Ebene eingesetzt; die Vereinigten Staaten gehen nun temporäre Allianzen mit nationalistischen aufständischen Gruppen ein, die sie vier Jahre lang bekämpft haben.‘“ (47)

Hersh machte in seinem Bericht aus dem Jahr 2007 geltend, dass ihm ein Regierungsberater gesagt habe, „Prinz Bandar bin Sultan und andere Saudis hätten dem Weißen Haus versichert, dass ,sie die religiösen Fundamentalisten sehr aufmerksam beobachten werden. Ihre Botschaft an uns war: ,Wir haben diese Bewegung initiiert, und wir können sie kontrollieren.‘ Es geht nicht darum, dass wir nicht wollen, dass die Salafisten Bomben werfen; es geht darum, auf wen sie sie werfen – die Hisbollah, Muktada al-Sadr, Iran und auf die Syrer, wenn sie weiter mit der Hisbollah und Iran kooperieren.“ (48)

Der ehemalige Leiter der US-Visastelle in Dschidda, Saudi-Arabien, der schon vorgestellte J. Michael Springmann, fasst den Horizont der Szenerie, in der wir uns bewegen, wie folgt ins Auge – die Anfänge von al-Qaida mit dem Heute verbindend:

„Die internationalen Terroristen, die die Vereinigten Staaten vor dreißig Jahren für Kriege in Afghanistan und Bosnien rekrutierten, sind noch immer in die Kämpfe an anderer Stelle heute beteiligt. Bosnien war nicht der einzige Ort, an dem diese Sattellandstreicher und Revolverhelden beschäftigt wurden. Die Visa, die das Außenministerium ihnen damals ausstellte, sind nunmehr mit den fortwährenden Kriegen der gegenwärtigen Regierung in Afghanistan, Irak, Libyen und Syrien verbunden. Die Fanatiker, von denen ich während meiner Zeit in Dschidda sah, dass sie Reisepapiere erhielten, werden im heutigen Kampf gegen US-Streitkräfte entweder direkt eingesetzt“ – oder sie seien an der Ausbildung derer beteiligt, so Springmann, die US-Streitkräfte in den besagten Ländern angriffen.  „Der ehemalige Senator Mike Gravel … erzählte mir im letzten Jahr, dass diejenigen, die ursprünglich für die antisowjetische Operation in Afghanistan rekrutiert wurden, noch immer verwendet werden würden, um Regierungen zu destabilisieren, die die Vereinigten Staaten nicht mag. Jetzt erhalten sie die Hilfe von Söldnerarmeen, die von US-Firmen angeworben werden, die eng mit amerikanischen Behörden verbunden sind, wie zum Beispiel … Blackwater / Xe Services / Acedemi / Constellis, das ,Sicherheitsarbeit‘ für das Außenministerium verrichtet.“ (49)

Solchen Söldnerarmeen dürfte gefallen, dass der Kampf gegen den Islamischen Staat lange andauern wird. Im Sommer 2015 berichtete das US-Magazin Foreign Policy, dass der Vize-Vorsitzende der U.S. Joint Chiefs of Staff, Admiral James A. Winnefeld, die Kampagne gegen IS mit dem Kalten Krieg verglich. „Ich denke, es wird ein generationsübergreifender Kampf werden“, vermutete er. General Ray Odierno, damals scheidender Vorsitzender der U.S. Army, sagte gegenüber Reportern, dass ISIS seiner Überzeugung nach „ein 10- bis 20-Jahre-Problem“ sei; „es ist kein 2-Jahres-Problem.“ (50)

Im Sommer 2016 warnte James B. Comey, der amtierende Direktor des FBI, zudem vor einer „terroristischen Diaspora“ aus dem Mittleren Osten im Fall einer Vernichtung des IS. (51) Auf einer Cybersicherheitskonferenz an der Fordham University teilte Comey den Zuhörern mit, dass die Fortschritte, die man gegen den IS auf dem Schlachtfeld erziele, zu einer Streuung der Terrorzellen auf der ganzen Welt führten. „Irgendwann wird es eine terroristische Diaspora aus Syrien heraus geben, wie wir das noch nie gesehen haben“, wurde Comey zitiert. „Nicht alle Killer des Islamischen Staates werden auf dem Schlachtfeld sterben.“ Insgesamt stelle der Islamische Staat ein Problem dar, „das exponentiell bedrohlicher als die Entstehung von al-Qaida“ sei. (52)

Einige Wochen später, nachdem sich die USA und Russland auf eine Waffenruhe in Syrien einigen konnten, griff die US-Luftwaffe am 17. September 2016 syrische Regierungstruppen „versehentlich“ an, was von IS-Kämpfern genutzt wurde, um die freigewordene Stellung im direkten Anschluss einzunehmen. Als die USA sich weigerten, den „versehentlichen“ Angriff aufzuklären, war eine zuvor ins Auge gefasste Kooperation zwischen den USA und Russland gegen terroristische Gruppen vom Tisch. Mehr noch, die Pressesprecherin des russischen Außenministeriums Maria Zakharova sagte: „Wir gelangen zu einer wirklich erschreckenden Schlussfolgerung für die ganze Welt. Dass das Weiße Haus den Islamischen Staat verteidigt. Nunmehr können daran keine Zweifel bestehen.” (53)

Der US-Historiker und Russlandkenner Stephen F. Cohen machte im Fall des Angriffs auf die syrische Armee-Stellung vom 17. September 2016 eher das US-Verteidigungsministerium als Unterstützer des IS aus. Man habe quasi „versehentlich“ gehandelt, um einer sich anbahnenden Kooperation zwischen Washington und Moskau in Syrien vorzubeugen. Cohen erinnerte in diesem Zusammenhang an die (von Allen Dulles eingefädelte) U2-Affäre, die die Annäherung zwischen Eisenhower und Chruschtschow untergrub. (54) In der Tat äußerten Vertreter des Pentagon im Vorfeld des Angriffs vom 17. September erhebliche Bedenken vis-à-vis der mit Russland getroffenen Vereinbarung (und den eventuellen Kooperationsaussichten). (55) So hieß es in den Seiten der New York Times, dass die erzielte Vereinbarung „mächtige Kritiker“ innerhalb der Obama-Regierung habe, unter ihnen Verteidigungsminister Ashton Carter. Die New York Times weiter: „Beamte des Pentagon weigerten sich zu sagen, ob sie ihrem Teil des Deals nachkommen würden, der von den Vereinigten Staaten verlangt, Informationen mit den Russen hinsichtlich von Zielen des Islamischen Staats in Syrien zu teilen, wenn der Waffenstillstand für sieben Tage hält. Dies würde eine ungewöhnliche und möglicherweise riskante Zusammenarbeit mit einem russischen Regime sein, das zunehmend gegnerisch gesinnt ist und vom Kennenlernen amerikanischer Militärgeheimnisse profitieren könnte.“ (56)

Die Aufregung, die über den „versehentlichen“ Angriff vom 17. September herrschte, wurde abgelöst, als nur wenige Tage darauf ein UN-Hilfskonvoi unter feindliches Feuer geriet. Das Wall Street Journal verlautbarte darüber, dass „US-Geheimdienste glauben, dass russische Flugzeuge den Angriff durchführten, der einen humanitären Hilfskonvoi im Norden Syriens in Visier nahm, (…) die russische Behauptung herausfordernd, dass es nicht hinter dem Angriff stand. Der Angriff schürt Zweifel innerhalb der Obama-Regierung, ob es Moskau vertrauen könne, seine Verpflichtungen des Waffenstillstands-Abkommens beider Länder zu erfüllen, sagten US-Beamte.“ (57)

Binnen weniger Tage war das Pentagon damit ein leidiges Problem losgeworden und der Ton zwischen Washington und Moskau vermochte an Schärfe wieder zuzunehmen. Statt mit den Russen an der Einrichtung einer gemeinsamen Operationszentrale (Joint Implementation Center – JIC) für Angriffe auf exakt abgesteckte Ziele zu arbeiten, wurde in der US-Hauptstadt erwogen, die „syrischen Rebellen“ erstmals mit Flugabwehrsystemen zu beliefern. (58) Vom Pressesprecher des US-Außenministeriums, John Kirby, war des Weiteren zu hören, dass Russland möglicherweise Angriffe syrischer Extremisten auf russische Interessen und Städte erwarten könne, solange es nicht die Gewalt in Syrien stoppe. „Extremistische Gruppen werden weiterhin die Vakuen ausnutzen, die es in Syrien gibt, um ihre Operationen auszuweiten, die Angriffe gegen russische Interessen, vielleicht sogar russische Städte beinhalten könnten“, sagte Kirby auf einer Pressekonferenz. „Russland wird auch weiterhin Truppen in Leichensäcken nach Hause schicken, und es wird auch weiterhin Ressourcen verlieren, vielleicht sogar Flugzeuge.“ (59)

Ungeachtet des im Irak angerichteten Schadens stellt das Zweistromland einen großen Erdöllieferanten für China dar. Tatsächlich war Bagdad Anfang 2015 Pekings zweitgrößter Erdölanbieter überhaupt. Insgesamt betrugen die Erdölverschiffungen gen China im ersten Monat des Jahres 2015 knappe 3.4 Millionen Tonnen bzw. 803.000 Barrel pro Tag. Dabei profitierte China „von Rekord-Rabatten, die durch Rohöl-Hersteller angeboten werden, indem sie inmitten eines globalen Überangebots um Marktanteile konkurrieren. Die Öl-Nachfrage des weltweit größten Energieverbrauchers wird voraussichtlich stabil sein und Zukäufe von einem Land werden auf Kosten eines anderen gehen, sagte Gao Jian, Analyst bei der Beratungsfirma SCI International in Shandong, China.

,Chinas Strategie ist einfach, Öl zu kaufen, wo immer es verfügbar ist, und es zum günstigsten Preis zu kaufen‘, sagte Gao. … ,Der Irak erhöht die Lieferungen aufgrund des Rekordausstoßes und der günstigen Preise. Infolgedessen hat er Marktanteile ergriffen.‘“ (60)

2014 war der Irak mit 9,3 Prozent aller Importe der fünfgrößte Erdöllieferant Chinas. Im Januar 2015 produzierte er 3.9 Barrel pro Tag „und bot asiatischen Verbrauchern einen Diskontpreis von 4 US-Dollar … auf sein Basrah Light Grade an“. (61)

QUELLEN:

(1) Vgl. „Länder mit den größten Militäretats der Welt“, veröffentlicht auf Sputniknews am 10. Februar 2015 unter: http://de.sputniknews.com/infographiken/20150210/301035902.html. Diese 188 Milliarden US-Dollar entsprachen freilich einem Anstieg der chinesischen Militärausgaben zwischen 2004 und 2013 von satten 170 Prozent.

(2) Vgl. Robin Pagnamenta: “Iraq will double exports to China to satisfy thirst for oil”, veröffentlicht in The Times am 23. Dezember 2009 unter: http://business.timesonline.co.uk/tol/business/industry_sectors/natural_resources/article6965724.ece

(3) Vgl. „Chinas Top-500-Unternehmen 2006“, veröffentlicht von China Economic Net am 4. Juni 2006 unter: http://www.emfis.de/global/global/analysen/beitrag/id/Chinas_Top_500_Unternehmen_2006_ID32033.html

Darin hieß es: „Der chinesische Unternehmensverein hat heute zum fünften Mal die Liste der Top-500-Unternehmen veröffentlicht. Sinopec, State Grid, CNPC, die Industrial and Commercial Bank of China, China Mobile, China Life, China Southern Power Grid, China Construction Bank, China Telecom und Bank of China stehen auf dem Spitzenrang.”

(4) Vgl. „Übernahme: Sinopec sichert sich Ölreserven im Irak“, veröffentlicht auf Handelsblatt.com am 25. Juni 2009 unter: http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/sinopec-sichert-sich-oelreserven-imirak;2393218

(5) Vgl. Joachim Guilliard: “Der Irak im Vielfrontenkrieg“, veröffentlicht auf Informationsstelle Militarisierung am 27. Januar 2015 unter: http://www.imi-online.de/2015/01/27/der-irak-im-vielfrontenkrieg/.

(6) Vgl. Tom Bawden:  “Intervention in civil wars ‘far more likely in oil-rich nations’”, veröffentlicht auf The Independent am 28. Januar 2015 unter: http://www.independent.co.uk/news/world/middle-east/intervention-in-civil-wars-far-more-likely-in-oilrich-nations-10006648.html. Die Studie, die von Petros Sekeris, Vincenzo Bove und Kristian Skrede Gleditsch verfasst wurde, heißt “‘Oil above Water‘ – Economic Interdependence and Third-Party Intervention“, online abrufbar unter: http://jcr.sagepub.com/content/early/2015/01/23/0022002714567952.abstract

(7) Erin Banco: “US Marines Enter Battle In Iraq To Help Army And Peshmerga Defend Oil Fields From ISIS”, veröffentlicht von International Business Times am 23. März 2016 unter: http://www.ibtimes.com/us-marines-enter-battle-iraq-help-army-peshmerga-defend-oil-fields-isis-2342013

(8) So wiedergegeben in J. Michael Springmann: “Visas for Al Qaeda: CIA Handouts That Rocked The World”, Daena Publications, Washington DC, 2014, Seite 122-123.

(9) Vgl. Nafeez Ahmed: “UK, US turn blind eye to Islamic State oil sales”, veröffentlicht von Middle East Eye am 31. Juli 2015 unter: http://www.middleeasteye.net/columns/uk-us-turn-blind-eye-islamic-state-oil-sales-553879014, und: “Western Official Confirms Turkey-ISIL Secret Oil Business”, veröffentlicht von Global Research am 29. Juli 2015 unter: http://www.globalresearch.ca/western-official-confirms-turkey-isil-secret-oil-business/5465251

(10) Vgl. Patrick Cockburn: “War with Isis: Obama demands Turkey closes stretch of border with Syria”, veröffentlicht von The Independent am 1. Dezember 2015 unter: http://www.independent.co.uk/news/world/europe/war-with-isis-president-obama-demands-that-turkey-close-stretch-of-frontier-with-syria-a6753836.html. Für weitere Hilfen, die ISIS aus der Türkei erhielt, siehe Nafeez Ahmed: “NATO is harbouring the Islamic State“, veröffentlicht von Insurge Intelligence am 19. November 2015 unter: https://medium.com/insurge-intelligence/europe-is-harbouring-the-islamic-state-s-backers-d24db3a24a40#.ldu040vnu, und: “Whistleblower exposes how NATO’s leading ally is arming and funding ISIS”, veröffentlicht von Insurge Intelligence am 16. September 2016 unter: https://medium.com/insurge-intelligence/former-turkish-counter-terror-chief-exposes-governments-support-for-isis-d12238698f52#.oxizs3evp

(11) Hamza Hendawi / Qassim Abdul-Zahra: “ISIS is making up to $50 million a month from oil sales”, veröffentlicht auf Business Insider am 23. Oktober 2015 unter: http://www.businessinsider.com/isis-making-50-million-a-month-from-oil-sales-2015-10?IR=T

(12) Ryan Opsal: “Why Is The U.S. Reluctant To Bomb ISIS Oil Fields?”, veröffentlicht von Oil Price am 2. Dezember 2015 unter: http://oilprice.com/Geopolitics/Middle-East/Why-Is-The-US-Reluctant-To-Bomb-ISIS-Oil-Fields.html

(13) Mark Thompson: “U.S. Bombing of ISIS Oil Facilities Showing Progress”, veröffentlicht von Time am 13. Dezember 2015 unter: http://time.com/4145903/islamic-state-oil-syria/

(14) Bradford Richardson: “Ex-CIA chief: Fear for environment stays US hand on ISIS oil wells”, veröffentlicht von The Hill am 25. November 2015 unter: http://thehill.com/blogs/blog-briefing-room/261283-ex-cia-chief-fear-for-environment-stays-us-hand-on-isis-oil-wells

(15) Vgl. Brad Hoff: “2012 Defense Intelligence Agency document: West will facilitate rise of Islamic State ’in order to isolate the Syrian regime’”, veröffentlicht auf Levant Report am 19. Mai 2015 unter: http://levantreport.com/2015/05/19/2012-defense-intelligence-agency-document-west-will-facilitate-rise-of-islamic-state-in-order-to-isolate-the-syrian-regime/ sowie Steven Chovanec: “How the US Aided ISIS and the Fall of Mosul and Ramadi”, veröffentlicht auf Reports from Underground am 23. Mai 2015 unter: http://undergroundreports.blogspot.de/2015/05/how-us-aided-isis-and-fall-of-mosul-and.html

Der Report der Defense Intelligence Agency ist auf der Website von Judicial Watch hier online bereitgestellt: http://www.judicialwatch.org/document-archive/pgs-287-293-291-jw-v-dod-and-state-14-812-2/

(16) Vgl. “Docs: Benghazi Planned in Advance to Coincide With 9/11 Anniversary”, veröffentlicht von Fox News Insider am 18. Mai 2015 unter: http://insider.foxnews.com/2015/05/18/2012-dia-docs-weapons-moved-libya-syria-benghazi-attack-planned-memorial-911

(17) Ed Husain: “Al-Qaeda’s Specter in Syria”, veröffentlicht auf der Website des Council on Foreign Relations am 6. August 2012 unter: http://www.cfr.org/syria/al-qaedas-specter-syria/p28782

(18) Vgl. „Merkel verteidigt Irak-Krieg“, veröffentlicht von Frankfurter Allgemeine Zeitung am 27. März 2003 unter: http://www.faz.net/aktuell/politik/cdu-csu-merkel-verteidigt-irak-krieg-189806.html. Zur damaligen Position Angela Merkels gegenüber dem Irakkrieg siehe auch Angela Merkel: „Schröder spricht nicht für alle Deutschen“, veröffentlicht von Die Welt am 21. Februar 2003 unter: http://www.welt.de/print-welt/article411696/Schroeder-spricht-nicht-fuer-alle-Deutschen.html

(19) Murtaza Hussain: “Retired General: Drones Create More Terrorists Than They Kill, Iraq War Helped Create ISIS”, veröffentlicht von The Intercept am 16. Juli 2015 unter: https://firstlook.org/theintercept/2015/07/16/retired-general-drones-create-terrorists-kill-iraq-war-helped-create-isis/

(20) Vgl. Brad Hoff: “Former DIA Chief Michael Flynn Says Rise of Islamic State was “a willful decision” and Defends Accuracy of 2012 Memo“, veröffentlicht von Levant Report am 6. August 2015 unter: http://levantreport.com/2015/08/06/former-dia-chief-michael-flynn-says-rise-of-islamic-state-was-a-willful-decision-and-defends-accuracy-of-2012-memo/

(21) Vgl. David X. Noack: „Die polit-ökonomische Dimension des Syrien-Krieges“, veröffentlicht von Informationsstelle Militarisierung (IMI) e.V. am 2. Februar 2016 unter: http://www.imi-online.de/2016/02/02/die-polit-oekonomische-dimension-des-syrien-krieges/

(22) Vgl. ebd.

(23) Ebd. Siehe Daniel Robicheau: “Syria, the MENA Region, and International Finance Capitalism”, International Critical Thought, Volume 4, 2014, S. 203, online unter: http://dx.doi.org/10.1080/21598282.2014.906792

(24) Craig Whitlock: “U.S. secretly backed Syrian opposition groups, cables released by WikiLeaks show”, veröffentlicht von The Washington Post am 17. April 2011 unter: https://www.washingtonpost.com/world/us-secretly-backed-syrian-opposition-groups-cables-released-by-wikileaks-show/2011/04/14/AF1p9hwD_story.html

(25) Seymour M. Hersh: “Military to Military”, veröffentlicht von London Review of Books am 7. Januar 2016 unter: http://www.lrb.co.uk/v38/n01/seymour-m-hersh/military-to-military

(26) David X. Noack: „Die polit-ökonomische Dimension des Syrien-Krieges“, a.a.O.

(27) Vgl. Greg Miller / Karen DeYoung: “Secret CIA effort in Syria faces large funding cut”, veröffentlicht von The Washington Post am 12. Juni 2015 unter: https://www.washingtonpost.com/world/national-security/lawmakers-move-to-curb-1-billion-cia-program-to-train-syrian-rebels/2015/06/12/b0f45a9e-1114-11e5-adec-e82f8395c032_story.html

(28) Vgl. Patrick Cockburn: “Iraq crisis: How Saudi Arabia helped Isis take over the north of the country”, veröffentlicht von The Independent am 13. Juli 2014 unter: http://www.independent.co.uk/voices/comment/iraq-crisis-how-saudi-arabia-helped-isis-take-over-the-north-of-the-country-9602312.html

(29) Vgl. Seymour M. Hersh: “The Redirection – Is the Administration’s new policy benefitting our enemies in the war on terrorism?”, veröffentlicht von The New Yorker am 5. März 2007 unter: http://www.newyorker.com/magazine/2007/03/05/the-redirection

(30) Vgl. Josh Rogin: “America’s Allies Are Funding ISIS”, veröffentlicht von The Daily Beast am 14. Juni 2014 unter: http://www.thedailybeast.com/articles/2014/06/14/america-s-allies-are-funding-isis.html

(31) Vgl. Fehim Taştekin: “Turkish Military Says MIT Shipped Weapons to al-Qaeda”, veröffentlicht von US News & World Report am 16. Januar 2015 unter: http://www.usnews.com/news/articles/2015/01/16/turkish-military-says-mit-shipped-weapons-to-al-qaeda

(32) Vgl. David S. Cloud / Raja Abdulrahim: “U.S. has secretly provided arms training to Syria rebels since 2012”, veröffentlicht von The Los Angeles Times am 21. Juni 2013 unter: http://articles.latimes.com/2013/jun/21/world/la-fg-cia-syria-20130622

(33) Vgl. Eric Schmitt: “C.I.A. Said to Aid in Steering Arms to Syrian Opposition”, veröffentlicht von The New York Times am 21. Juni 2012 unter: http://www.nytimes.com/2012/06/21/world/middleeast/cia-said-to-aid-in-steering-arms-to-syrian-rebels.html?_r=3

(34) Vgl. https://wikileaks.org/plusd/cables/09STATE131801_a.html

(35) Vgl. ”Vice President Biden Delivered Remarks on Foreign Policy – Institute of Politics”, veröffentlicht auf Youtube am 3. Oktober 2014 unter:

(36) Vgl. “Why Is Money Still Flowing to ISIS?”, veröffentlicht von The New York Times am 10. Oktober 2015 unter: http://www.nytimes.com/2015/10/11/opinion/sunday/why-is-money-still-flowing-to-isis.html

(37) Mark Mazzetti / Matt Apuzzojan: “U.S. Relies Heavily on Saudi Money to Support Syrian Rebels”, veröffentlicht von New York Times am 23. Januar 2016 unter: http://www.nytimes.com/2016/01/24/world/middleeast/us-relies-heavily-on-saudi-money-to-support-syrian-rebels.html?_r=1

(38) Vgl. Nafeez Ahmed: “The bin Laden death mythology”, veröffentlicht auf Insurge Intelligence am 3. Juli 2015 unter: https://medium.com/insurge-intelligence/the-bin-laden-death-mythology-9a3776a6e3c3

(39) Ebd.

(40) Ebd.

(41) Ebd.

(42) Alastair Crooke: “Syria and Iran: the great game”, veröffentlicht von The Guardian am 4. November 2011 unter: http://www.theguardian.com/commentisfree/2011/nov/04/syria-iran-great-game

(43) John Hannah: “Bandar’s return”, veröffentlicht von Foreign Policy am 22. April 2011 unter: http://foreignpolicy.com/2011/04/22/bandars-return/

(44) Ebd.

(45) Nafeez Ahmed: “The bin Laden death mythology”, a.a.O.

(46) Ebd.

(47) Ebd.

(48) Vgl. Seymour M. Hersh: “The Redirection – Is the Administration’s new policy benefitting our enemies in the war on terrorism?”, a.a.O.

(49) J. Michael Springmann: “Visas for Al Qaeda”, a.a.O., Seiten 212 – 213.

(50) Vgl. Dan De Luce: “Is the U.S. Ready for an Endless War Against the Islamic State?”, veröffentlicht von Foreign Policy am 27. August 2015 unter: http://foreignpolicy.com/2015/08/27/is-the-u-s-ready-for-an-endless-war-against-the-islamic-state/

(51) Vgl. Nicole Hong: “FBI’s Comey Warns ISIS Fighters Could Spread to U.S., Western Europe If Defeated in Middle East – ‘Greater than any diaspora we’ve seen before,’ director says of possible outcome”, veröffentlicht von The Wall Street Journal am 28. Juli 2016 unter: http://www.wsj.com/articles/fbis-comey-warns-isis-fighters-could-spread-to-u-s-western-europe-if-defeated-in-middle-east-1469742471

(52) Vgl. Douglas Ernst: “FBI director warns of ‘terrorist diaspora out of Syria like we’ve never seen before’”, veröffentlicht von The Washington Times am 28. Juli 2016 unter: http://www.washingtontimes.com/news/2016/jul/28/james-comey-fbi-director-warns-of-terrorist-diaspo/.

(53) Vgl. “Russia Says America Defending ISIS as U.S. Voices Regret for Strike on Syrian Army”, veröffentlicht von Haaretz am 18. September 2016 unter: http://www.haaretz.com/middle-east-news/1.742555

(54) Vgl. “Washington Blames Moscow for the U.N. Aid Convoy Destruction in Syria”, veröffentlicht von The John Batchelor Show am 20. September 2016 unter: http://podbay.fm/show/589864479/e/1474427943?autostart=1

(55) Helene Cooper / David E. Sanger: “Details of Syria Pact Widen Rift Between John Kerry and Pentagon”, veröffentlicht von The New York Times am 13. September 2016 unter: http://www.nytimes.com/2016/09/14/world/middleeast/syria-john-kerry.html

(56) “America’s Mr. Diplomacy”, veröffentlicht von The New York Times am 14. September 2016 unter: http://www.nytimes.com/2016/09/15/opinion/americas-mr-diplomacy.html?_r=0

(57) Adam Entous / Thomas Grove / Felicia Schwartz: “U.S. Believes Russia Bombed Syrian Aid Convoy”, veröffentlicht von The Wall Street Journal am 20. September 2016 unter: http://www.wsj.com/articles/u-s-believes-russia-bombed-syrian-aid-convoy-1474400403

(58) Vgl. Adam Entous / Felicia Schwartz: “Obama Administration Threatens to Suspend Talks With Russia on Syria, Considers Weaponry for Syrian Rebels“, veröffentlicht von The Wall Street Journal am 28. September 2016 unter: http://www.wsj.com/articles/john-kerry-threatens-to-suspend-talks-with-russia-on-syria-1475076471

(59) Adam Hill: “Kerry: If Russia Doesn’t Back Down From Aleppo… We Will Sit in a Corner and Pout“, veröffentlicht von Russia Insider am 29. September 2016 unter: http://russia-insider.com/en/kerry-if-russia-doesnt-back-down-aleppo-we-will-sit-corner-and-pout/ri16713

(60) Vgl.: “Iraq Takes Second Spot Among China Oil Sellers as Russia Cedes”, veröffentlicht auf First Enercast Financial am 27. Februar 2015 unter: http://www.firstenercastfinancial.com/news/story/61791-iraq-takes-second-spot-among-china-oil-sellers-russia-cedes

(61) Vgl. ebd.

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One Response to “Das Chaos in “Syrak“ ist gewollt – Ein Update”

  1. Gotthard FRICK sagt:

    Zitat aus obigem ArtikeL. „Zum Vergleich: 2013 betrugen die amerikanischen Militärausgaben 640 Milliarden US-Dollar, die chinesischen Militärausgaben beliefen sich bei 188 Milliarden US-Dollar“.

    Immer wieder liest man über Vergleiche, die absolut NICHTS sagen. Nach meiner Einschätzung übersteigt das chinesische Militärbudget das der USA, oder ist in etwa mindestens gleich hoch.

    Löhne und Preise waren 2013 in China um ein vielfaches tiefer als das in den USA. Obschon sie seither gestiegen sind, liegen sie noch weit unter denjenigen der USA. Dazu kommt, dass die meisten Waffen Chinas in staatlichen Betrieben hergestellt werden, die ihre Preise wohl kaum so festlegen, die privatwirtschaftlichen US Rüstungskonzerne.

    China ist den USA militärisch sicher noch unterlegen, da es viel später damit anfing, eine grosse, moderne Armee, und besonders eine moderne Flotte und Luftwaffe aufzubauen. Inzwischen hat es schon massiv aufgeholt. Es sagt viel, dass die US Flotte die gegen die US Flugzeugträger gerichteten chinesischen Raketen selber als „Carrier Killer“ bezeichnen, und dass im letzten Oktober im indischen Ozean ein Manöver zweier US Trägerflotten stattfand, wo laut kommandierendem US Admiral geübt wurde, „in einem der Kommunikation verwehrten Umfeld zu kämpfen“. Dazu sagte er noch, es gäbe Grossmächte, die die Mittel hätten, um die Kommuniktation auszuschalten. Laut BBC war das Manöver gegen China gerichtet.

    Dazu ist noch anzufügen, dass China die Mittel hat, mit seinen U-Boot-, Flugzeug- und landgestützten Atomraketen den USA nicht verkraftbare Schläge auszuteilen und auch mitgeteilt hat, das unter gewissen Umständen auch zu tun (z.B. falls die USA meinten, in einem räumlich beschränkten Konflikt im Vorfeld Chinas, z.B. im südchinesischen Meer, mit dem Einsatz taktischer A-Waffen ungestraft davon zu kommen.). Eine ähnliche Warnung hat ja auch Russland verbreitet bezüglich Einsatz der Prompt Global Strike Waffen durch die USA.

    Gotthard Frick
    Ich kenne China und seine Preise und Löhne.

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