Neue Funde im konventionellen Rohölbereich sinken deutlich

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Die Internationale Energie Agentur in Paris meldet, dass im letzten Jahr nur insgesamt 2.4 Milliarden Barrel an konventionellem Rohöl gefunden wurden. Der durchschnittliche Wert hatte seit 2002 bei 9 Milliarden Barrel pro Jahr gelegen.

Von Lars Schall

Die Internationale Energie Agentur in Paris meldet, dass im letzten Jahr nur insgesamt 2.4 Milliarden Barrel an konventionellem Rohöl gefunden wurden (ein Barrel entspricht ungefähr 159 Liter). Der durchschnittliche Wert hatte seit 2002 bei 9 Milliarden Barrel pro Jahr gelegen. „Diese Neuigkeit hebt die Konsequenzen des Ölpreisabsturzes ab 2014 und die anhaltenden Unternehmenssparmaßnahmen, die vor allem Kostensenkungen beinhalten, hervor“, hieß es in einem Kommentar dazu.

Ein anderer Trend zeichnet sich beim unkonventionellen Öl ab. Die Schieferölentdeckungen steigen wieder und Investitionen in neue Projekte befinden sich – im Gegensatz zum konventionellen Rohölsektor – auf dem Vormarsch, nachdem die Produktionskosten seit dem Preisabsturz, der 2014 einsetzte, um knapp 50 Prozent gesenkt werden konnten.

Die tägliche globale Gesamtproduktion an Öl beträgt derzeit 85 Millionen Barrel. 69 Millionen Barrel liefert das konventionelle Rohöl, 6.5 Millionen Barrel kommen aus der US-Schieferölherstellung, und der Rest ergibt sich aus synthetischen Ölsand-Kohlenwasserstoffen, verflüssigtem Erdgas und Schweröl.

Die IEA erwartet, dass die weiterhin rückläufigen Explorationsinvestitionen, die im konventionellen Rohölsektor zu verzeichnen sind, langfristig zu einem Angebotsengpass führen werden.

Quelle:

Irina Slav: “New Oil Discoveries Slump To 2.4 Billion Barrels In 2016”, OilPrice.com, 27. April 2017 unter: http://oilprice.com/Energy/Crude-Oil/New-Oil-Discoveries-Slump-To-24-Billion-Barrels-In-2016.html

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