Die Woche im Rückspiegel betrachtet

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Jede Woche am Sonntag stelle ich eine Auslese der zehn bemerkenswertesten Geschichten und Veröffentlichungen vor, über die ich bei meinen Streifzügen durch die Tiefen und Weiten des weltumspannenden Informationsnetzes gestolpert bin.

Von Lars Schall

Geneigte Leserin, geneigter Leser,

willkommen bei Die Woche im Rückspiegel betrachtet. Mit diesem Format möchte ich Ihnen immer wieder des Sonntags im Schnelldurchlauf Geschichten und Veröffentlichungen zu 10 Themenbereichen präsentieren, die mir im Laufe der jeweils vorangegangenen Woche als wie auch immer beachtenswert auffielen.

Und damit ohne weiteren Aufhebens zu den…

TOP 10-LINKS DER WOCHE

Auf Platz 10 sollten Sie sich hier einiges an Zeit für ein Gespräch nehmen, das Joe Rogan unlängst mit Bret Weinstein über Rassismus und Evolutionsbiologie führte.

Auf Platz 9 erfahren Sie hier, welchen Gedichtband ich demnächst bei der Buchhändlerin meines Vertrauens kaufen gehen werde.

Auf Platz 8 ist Banksy im zurückliegenden UK-Wahlkampf eventuell etwas zu weitgegangen, um Stimmen gegen die Konservativen zu organisieren – wie Sie hier ersehen.

Auf Platz 7 beschäftigen wir uns hier, hier und hier mit Reality Winner, ehe wir uns hier mit Stephen F. Cohen der “Russiagate“-Angelegenheit im Allgemeinen widmen.

Auf Platz 6 erleben wir hier die Demokratie hierzulande in bestechender Form.

Auf Platz 5 hielt ich Ausschau, ob sich Mark Curtis, der Autor dieses hervorragenden Buches hier, zum Terror-Anschlag in Manchester geäußert haben könnte – woraufhin ich auf diese Kollaboration hier stieß.

Was die Terror-Anschläge von London angeht, so interessierten mich die sich bietenden “Ausschlachtungsmöglichkeiten“, die hier und hier Thema sind.

Auf Platz 4 sehen wir uns hier Deutschlands Rolle im Mittleren Osten als eine Art “Anti-Trump“ an.

Auf Platz 3 stelle ich Ihnen ein kleines Sammelsurium zur Isolation des Emirats Katar durch Saudi-Arabien und seine Verbündeten zusammen – namentlich hier, hier, hier und hier.

Auf Platz 2 schiebe ich Ihnen hier eine PDF-Datei unter, die ich gestern aus dem Nordosten der USA zugeschickt bekam. Enthalten ist darin eine Veröffentlichung des Wall Street Journal namens “The Tyranny of the Administrative State”. Die dort gestellte Frage: Worin besteht die größte Bedrohung für die Freiheit in den USA? Laut dem US-Verfassungsgelehrten Philip Hamburger geht die größte Gefahr vom Verwaltungsstaat (administrative state) aus, der bisweilen auch Regulierungsstaat (regulatory state) oder tiefer Staat (deep state) genannt wird – “eine Regierung innerhalb der Regierung, die vom Präsidenten und den Dutzenden von Bundesbehörden geführt wird, die Befugnisse übernehmen, die einst nur von Königen beansprucht wurden.“ Bürokraten, die dem Volk nicht zur Wahl standen, “verfassen nicht nur ihre eigenen Gesetze, sondern interpretieren diese Gesetze und setzen sie in ihren eigenen Gerichten mit ihren eigenen Richtern durch.“ Diese Praxis verletze die US-Verfassung in eklatanter Weise, sagt Hamburger. Sie habe mehr mit dem “Königsrecht“ zu tun, das im 17. Jahrhundert in England obwaltete. Die Gründungsväter der USA hätten die Exekutive genau wegen der Missbräuche, die unter Königen wie James I. auftraten, bewusst eingegrenzt. Für Hamburger, der an der Columbia Law School lehrt, ist “ein Großteil der Bill of Rights entkernt worden. Die Regierung kann sich entscheiden, gegen Sie in einer Verhandlung vor Gericht mit konstitutionellen Verfahren vorzugehen, oder sie kann ein Verwaltungsverfahren benutzen, bei dem Sie nicht das Recht haben, von einem echten Richter oder einer Jury gehört zu werden, und Sie nicht über den vollen Umfang eines rechtsstaatlichen Verfahrens verfügen. Unsere grundlegenden Verfahrensfreiheiten, die einst Garantien waren, sind bloße Optionen geworden.“

Und auf Platz 1 hat die Shanghai Cooperation Organization an Größe und Gewicht zugelegt. Auf diese Tatsache wird hier gebührlich hingewiesen.

Zuletzt noch das Musikstück der Woche: THE BUDDY RICH BIG BAND – The Beat Goes On.

Drums keep pounding a rhythm to the brain
La de da de de, la de da de da…

In dem Sinne, ganz der Ihre,

Lars Schall.

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