Die Woche im Rückspiegel betrachtet

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Jede Woche am Sonntag stelle ich eine Auslese der zehn bemerkenswertesten Geschichten und Veröffentlichungen vor, über die ich bei meinen Streifzügen durch die Tiefen und Weiten des weltumspannenden Informationsnetzes gestolpert bin.

Von Lars Schall

Geneigte Leserin, geneigter Leser,

willkommen bei Die Woche im Rückspiegel betrachtet. Mit diesem Format möchte ich Ihnen immer wieder des Sonntags im Schnelldurchlauf Geschichten und Veröffentlichungen zu 10 Themenbereichen präsentieren, die mir im Laufe der jeweils vorangegangenen Woche als wie auch immer beachtenswert auffielen.

Und damit ohne weiteren Aufhebens zu den…

TOP 10-LINKS DER WOCHE

Auf Platz 10 holen wir das “Spieglein, Spieglein an der Wand…“ von derselben, um es uns auf möglichst kurzer Distanz durch einen Vortrag von Dr. Reinhard Haller über den Narzissmus direkt vor Augen zu führen. Was sehen Sie hier auf “Narzissmus.NET – Das Portal für und über die narzisstische Persönlichkeitsstörung“?

Auf Platz 9 bringen wir hier “Lügenpresse light“-Information bei “Augen auf und durch“ in Erfahrung.

Auf Platz 8 hätten böse Zungen diese Umfrage hier auch “Misstrauen gut, schön blöd besser?“ nennen können.

Auf Platz 7 boomt Europa – ach, ja wirklich? Dazu verlinke ich Sie hierhin.

Da wir schon bei Europa sind, können wir hier auch gleich noch der Frage nachgehen: “Where are Europe’s Fault Lines?“

Auf Platz 6 bleibt es bei Fragen. In diesem Fall lauten die Fragen hier: “Did U.S. politicians support the more evil side in World War One?”, und: “Was U.S. participation in WW1 the worst mistake ever?”

Auf Platz 5 will ich mich zu “It’s Mueller Time!“ kurz halten – und verweise in Sachen “Russia-Gate“ lediglich hierauf und hierauf.

Auf Platz 4 hat mir der niederländische Erdölanalyst Maarten van Mourik, der in der Vergangenheit u.a. für die OPEC arbeitete, heute dieses PDF-Dokument hier geschickt, betitelt mit: „The world better hurry up…“

Er schrieb dazu:

Attached are a few slides based on OPEC’s latest World Oil Outlook, just released. I compiled from their own data the production expectations of conventional crude oil. The world peaked out in 2004/5 (and note that the numbers are flattered by the inclusion of some very heavy Venezolean oil). I included a chart on oil depletion, which is a simple extrapolation to show the impact if no new oil is found and/or developed. (given OPEC’s definitions, that difference is pretty obscure). It is clear that new oil will be found and developed and therefore my chart will not come to pass; it is only intended to show the underlying pressure which is mounting rapidly, especially since in the past few years discoveries have been horrible and new development decisions have been very few. And that goes to offset the numbers from OPEC. (Just sayin’ before somebody says I don’t understand how the process works and non-OPEC never has much more inventory than 10 years anyway. Issue is, that at current extraction rates, activity needs to increase and not decrease as has been the case for three years now.)

Now, the projections are that conventional crude oil will only slowly decline. That sounds all nice and well, were it not for the fact that the amount of reserves is fairly limited. And those very same numbers from OPEC don’t allow the oil to projected to be produced, well, to actually be produced. Only the assumption that everything produced will be replaced every year can sustain the OPEC outlook. And that assumption is now hinging on the fact that the oil companies have slashed spending and stopped exploring and wound down development. Either somebody is becoming horribly efficient overnight, which would raise the question, why did spending 1000 billion USD over the past 10 years result in falling conventional oil output and not spending stabilizes? Or the assumptions are flat wrong and we’re up for an epic mess.

That epic mess has been on the forefront of the planners for a long time. And instead of stepping back and let people decide their own course and live their lives, the sociopaths have only one solution: more of the same. This has now been going on for decades. At what point does the system break? I believe it is breaking already, and the faltering oil supply is the main culprit. That is because of its productive properties.

Auf Platz 3 ziehen wir hier, hier, hier, hier, hier und hier das Dreieck “Saudi-Arabien – Iran – Libanon“ (und die USA) in Artikel-Form in Betracht.

Im Video-Format gäbe es hier James Corbett im Interview mit Marwa Osman sowie hier Pepe Escobar unter der Überschrift “Inside story of Saudi night of long knives“.

Wie diesem Erlebnisbericht hier namens “Grief, Forgiveness, and 20 Million Pilgrims“  zu entnehmen wäre, weilt Herr Escobar derzeit irgendwo zwischen Euphrat und Tigris.

Auf Platz 2 kommt ein “schönes Sümmchen“ zusammen: Nach Angaben des “Costs of War Project“, das in den USA am Watson Center der Brown University beheimatet ist, haben die Vereinigten Staaten von Amerika seit 9/11 Pi-mal-Daumen 5,6 Billionen Dollar für die Führung des “Kriegs gegen den Terror“ auf den Tisch gelegt. Siehe hier und hier.

Die NATO plant an einem Brennpunkt des globalen Anti-Terrorfeldzugs, in Afghanistan, die Truppen aufzustocken. So steht’s hier und hier geschrieben.

Was die US-Präsenz in Afghanistan angeht, siehe hier.

Der US-Völkerrechtler Professor Francis Boyle prognostiziert hier: Eher wird es einen kalten Tag in der Hölle geben, als dass die USA für Kriegsverbrechen in Afghanistan unter internationale Anklage geraten.

Und auf Platz 1 weihe ich Sie ein wenig in Recherchen ein, die ich anlässlich eines aktuellen Artikels über die Ermordung von John F. Kennedy anstelle.

Ende September 1963 reiste Lee Harvey Oswald laut Angaben der Warren Kommission nach Mexico City, um sich angeblich Visapapiere für Reisen nach Kuba und in die Sowjetunion zu besorgen. Seine diesbezüglichen Bemühungen blieben erfolglos, heißt es, und so fuhr er zurück nach Dallas, Texas, wo am 22. November 1963 das Attentat auf Kennedy stattfinden sollte.

Jane Roman, zur damaligen Zeit eine ranghohe CIA-Sachbearbeiterin, sagte Jahre später in einem Interview, dass die innerbürokratische Reaktion, die eine Kabelnachricht der CIA-Station in Mexico City im Zusammenhang mit Oswalds mysteriöser Reise bewirkte, auf „ein großes Interesse an Oswald“ schließen lasse, „das sehr eng auf der Need-to-know-Basis gehalten wird.“ Vergleiche hier.

Einer der Männer, die Jane Roman drei Jahrzehnte nach dem JFK-Attentat interviewten, Jefferson Morley, ein ehemaliger Reporter der Washington Post, legte erst letzten Monat ein Buch über den langjährigen Leiter der CIA-Spionageabwehrabteilung James Jesus Angleton vor, aus dem hervorgeht, dass die CIA ein intensives Interesse an Oswald hegte. Angleton persönlich kontrollierte die Akte, die über Oswald zweifelsohne im Office of Security der CIA geführt wurde. Vergleiche hier.

Morley zeigt in seinem Buch (“Ghost – The Secret Life of CIA Spymaster James Jesus Angleton“, St. Martin’s Press) auf, dass Lee Harvey Oswald nicht nur im Sommer und Herbst 1963 die Aufmerksamkeit von Angleton genoss, sondern tatsächlich durch die Jahre hinweg von November 1959 bis November 1963.

Kürzlich publik gewordene Geheim-Dokumente geben preis: Bereits binnen weniger Stunden nach den tödlichen Schüssen, die an der Elms Street fielen, begann sich die CIA von jedwedem Wissen, das über Oswald bestanden haben könnte, öffentlich zu distanzieren. Vergleiche hier.

Fakt ist jedoch: Angleton und sein Mitarbeiterstab wurden vom FBI am 15. November 1963 über Oswalds Rückkehr aus Mexico City nach Dallas in Kenntnis gesetzt. Vergleiche hier.

John F. Kennedy hatte danach noch sieben Tage zu leben.

Zuletzt noch das Musikstück der Woche: WAYNE NEWTON – Danke Schoen.

Danke Schoen, Darling, Danke Schoen,

Thank you for seeing me again…

In dem Sinne, ganz der Ihre,

Lars Schall.

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