Ein- und Ausfälle

Einige Aphorismen, plus: Die offenstehende Tür.

Von Lars Schall

DIE OFFENSTEHENDE TÜR

Zum Gefühl der Wehmut, das eine Überlagerung aus schwieriger Freude, schwieriger Trauer, tiefer Resignation und unauslöschlicher Erinnerung darstellt, mag man einen jeden Menschen, der ihr begegnet, gratulieren, sofern es zu den intensivsten Gefühlsregungen zählt, die ein menschliches Wesen überhaupt zu spüren befähigt ist. Allerdings mag man diesem Menschen auch nur dann dazu gratulieren, der Wehmut zu begegnen, so man berechtigter Weise die Hoffnung hegen darf, dass die Dinge für ihn noch zu einem guten Ende finden werden – schließlich kann doch nur jener Mensch, dem die Launen des Lebens Vieles nahmen, das tiefe Glück so recht ermessen, wenn die Stunde kommt, da ihm doch noch Gutes widerfährt. In dieser Stunde wird er wissen, warum er der Wehmut hat begegnen müssen: Zur Vorbereitung auf die Erlösung, welche den inneren Frieden schafft.

Jeder andere Mensch dagegen, der dazu bestimmt ist, der Wehmut zu begegnen, ohne dass ihm jemals jene Stunde schlägt, wird unausgesetzt alleine sein, und möge er sich auch von tausenden Menschen umgeben sehen. Sein Leiden ist sinnlos; es kommt weder ihm, noch anderen zugute, und es wird nur noch schlimmer, je länger jene Stunde, die niemals schlagen wird, auf sich warten lässt. Im Grunde ist es bei ihm ein wenig so, wie bei der Geschichte von der offen stehenden Tür: Ein Mann, der in einer Bar arbeitet, will eine Tür, die offen steht, schließen, da ihm die Zugluft, die von draußen reinweht, zu kalt ist. Beim Schließen der Tür bemerkt er, dass ein Gast, der schon bezahlt hat, das Lokal verlassen möchte. Daher schließt der Mann die Türe nicht, sondern hält sie offen. Indem er hinaus ins Freie strebt, sagt der Gast sodann: „Vielen Dank, sehr höflich von Ihnen!“

Woraufhin der Mann entgegnet: „Keine Ursache. Stünde ich nicht hier, um die Türe zu schließen, würde sie ohnehin offen gestanden haben, meinen Sie nicht?“

 

EIN- UND AUSFÄLLE

Manchmal,

wenn man von seinem hohen Ross runter findet,

erkennt man:

Es war ein Esel, der mich ritt.

***

Die Kluft zwischen

Erkenntnis und Konsequenz

ist meist eine zutiefst schmerzvolle.

***

Es ist die Hoffnung, die so traurig macht.

***

Alte Regel, ewig wahr:

Das Herz macht noch lange nicht mit bei dem,

was der Verstand sagt, bloß weil der Verstand

es dem Herzen zum Guten sagt.

***

Ebenso alte Regel:

Das Glück kommt allerhöchstens,

um sich schleunigst wieder aus dem Staube zu machen.

***

Auf lange Sicht gehört die Ausnahme

auch nur zum normalen Gang der Dinge.

***

Was man anprangert, beutet man gerne aus.

***

Der Mensch ist lustig,

macht aber auf Dauer traurig.

***

By the way:

Wir sind nicht nur das, was wir aus uns selber machen,

sondern immer auch das, was andere aus uns machen.

***

Um eine positive Veränderung in der Welt zu bewirken,

muss man die Verhältnisse zunächst grundlegend negativ empfinden –

andernfalls wäre keinerlei Veranlassung gegeben, zur Tat schreiten zu wollen;

der Optimist beginnt als Pessimist sozusagen.

***

Die Sache ist die:

Ein Pessimist kann nicht enttäuscht,

sondern nur bestätigt oder aber positiv überrascht werden.

***

Das Aussehen ist beim Kennenlernen eines Menschen

der Schlüssel, nicht die Tür.

***

Es empfiehlt sich, hie und da vorauszudenken:

Wer voraus–denkt muss nicht zwangsläufig nach–denken.

***

Gewiss soll man vermeiden, Konflikte unnötig zu schüren;

doch da, wo sie sich zeigen, soll man ihnen nicht aus dem Wege gehen:

Ein gelöster Konflikt macht die Beteiligten bisweilen zufriedener,

als wenn es nie einen gegeben hätte.

***

Unnötig geschürte Konflikte legen dagegen häufig nur die verspätete Einsicht nah,

dass man besser daran getan hätte, sie ruhen zu lassen:

Anstatt ein Problem zu lösen, hat man ein neues geschaffen,

und fortan ist’s mit der zuvor genossenen Ruh’ vorbei.

***

Je

mehr Vertrauen wir schenken

können,

desto weiter wird der Raum bemessen

sein,

in dem wir uns frei bewegen

dürfen.

***

Ein Weg, mit dem Kaputten umzugehen, bestünde darin, es zu formen.

***

Der beste und wichtigste Moment im Leben ist immer: jetzt.

***

Vorfreude ist aber auch ganz schön.

***

Kann ich mich beklagen?

Das will ich mich – wenn überhaupt – dann morgen fragen.

***

Es dünkt durchaus ratsam,

lediglich die Hälfte dessen, was wir wissen, von uns zu geben,

um demnach wie ein rechter Narr zu erscheinen,

statt alle Zweifel darüber vollends auszuräumen.

***

Nicht selten fühlt man sich in großen Gesellschaften

sehr viel einsamer als in Situationen des Alleinseins.

***

Vergesse nie, verhinderter Weltenbummler:

Und jede Reise von tausend Meilen beginnt noch immer mit einem Schritt.

***

Was man auch hinter dem Horizont zu erreichen hofft:

Man sollte von vornherein in Rechnung setzen,

dass es sich beim Horizont um eine gedachte Linie handelt,

zu deren Eigenschaft es zählt,

dass sie stets zurückweicht, so man sich ihr zu nähern glaubt.

***

Ihr wisst, es heißt:

Wer suchet, der findet;

fragt sich allein, ob auch jeder weiß,

was er auf der Welt verloren meint.

***

An sich wird man nur dort sein Glück finden:

Wo man sein Glück gerade auch im Glück der Anderen sucht.

***

Ab und zu ein kleiner Streit, eine kleine Schlacht,

und man kann sich den großen Krieg ersparen.

***

Bisweilen wirkt Kitsch um Einiges brutaler

als die nackte Faust von Muhammad Ali im Gesicht.

***

Denk dir die Welt, die Anderen und dich ein Stückchen

schlechter an jenen Stellen, wo Ihr gut erscheint,

sowie die Welt, die Anderen und dich ein Stückchen

besser an jenen, wo Ihr schlecht erscheint;

Ihr werdet sehen:

du befindest dich auf halbwegs zutreffender Spur nach der Wahrheit

oder doch zumindest, und das ist nicht wenig, nach dir selbst.

***

Wen kümmert’s, dass er den Faden verliert,

so er das Wollknäuel sein Eigen nennt!

***

Der einzige Treibstoff,

der das Flugzeug des Künstlers in den Himmel steigen lässt,

heißt Selbstkritik;

er wird vornehmlich am Boden gewonnen.

***

Jede Niederlage, aus der man hervorgeht, ohne zynisch geworden zu sein,

ist keine Niederlage, sondern ein Triumph, für den man einen Preis hat zahlen müssen.

***

Heilung braucht Brüche.

***

Langeweile ist eine Herausforderung, welche die Frage aufwirft:

„Was weiß ich mit mir selber anzufangen?“

***

Es war nicht alles schlimm unter Hitler, ach, iwo –

zum Teil herrschte Bombenstimmung, besonders gegen Ende hin.

***

Man hat ein Haus nicht gesehen, eh man nicht im Keller war.

***

Die größte Gefahr, die von einer Spinne ausgeht,

ist, muss man mutmaßen:

Sich auf der Flucht vor ihr anderweitig zu verletzen.

***

Sowohl Nationen wie Menschen sind immer dann am gefährlichsten,

wenn sie mehr Macht als Ideen besitzen.

***

Einem intelligenten Individuum steht es frei, dumm zu tun;

umgekehrt scheint’s eher hoffnungslos bestellt.

***

Es fällt nicht auf, es fällt nur runter.

***

Das Hauptmerkmal des Menschlichen liegt im Scheitern.

***

Kopf hoch, Heidi:

Wer geweint hat, vermag anschließend Klara zu sehen.

***

Lehre des Spochts I:

Es gibt so viele schlechte Gewinner, aber nur verdammt wenig gute Verlierer.

***

Würde man wünschen und alles dafür tun, geliebt zu werden,

müsste man damit rechnen, bisweilen gehasst oder gar verachtet zu werden;

respektiert werden zu wollen ist ein gesunder Mittelweg,

der nicht nur eine Nuance souveräner erscheint,

sondern auch sehr viel Erfolg versprechender.

***

Geschichte wird von jenen geschrieben, die es sich leisten können,

sie schreiben zu lassen.

***

Und war’s nicht schlecht – war’s deshalb gut gewesen?

***

Lehre des Spochts II:

Je höher du springst, desto näher sollst du denn dem Himmel kommen.

***

Viel öfter versetzt der Glaube die Menschen in Angst und Schrecken,

als dass der Glaube Berge versetzt.

***

Nennt sich’s auch „Glaube“ und nicht schlechterdings „Wissen“,

so geht der Glaube doch oftmals mit arger Besserwisserei umher.

***

Man nehme Gott vor seinen Anhängern in Schutz.

***

Kein Kind der Welt sollte aufwachsen müssen, ohne die Möglichkeit gehabt zu haben,

sein Lieblingsbuch entdecken zu dürfen.

***

Il semble drôle, mais c’est la vérité:

Lass dein Herz die Liebe spür’n.

***

Kaum je spendet die Masse Mensch so sehr begeistert Beifall wie dort,

wo sie komplett an der Nase herumgeführt wird.

***

Die Wirkung eines Kompliments, das man erhält,

hängt stark von dem Menschen ab, der ’s gibt und ausspricht:

Durch den einen Menschen wird uns ein Gefühl der Freude bereitet,

durch den anderen ein Gefühl des Unbehagens und des Vorbehalts –

was die Schlussfolgerung ziehen lässt:

Nicht jeder darf uns toll finden.

***

Es ist der Mensch vielleicht gut,

doch ist er nicht hinreichend gut genug,

um deswegen auf gute Manieren Verzicht leisten zu können.

***

Den Liebenden treibt nicht so sehr die Verheißung auf das Glück an,

als vielmehr die nackte Angst; weiß er doch irgendwann,

dass das Gefühl der erfüllten Liebe bei weitem nicht so intensiv ist,

wie das der verschmähten.

***

Lehre des Spochts III:

Jener, der Schwäche zeigt,

so sagt die Erfahrung,

auf den wird in Bälde, hupps!, getreten werden.

***

Den Figuren einer Komödie hat niemand verraten, in einer Komödie mitzuspielen:

Sie halten das, worüber wir lachen, für ganz und gar nicht amüsant.

***

Wahrer Humor, der uns wirklich zu bewegen vermag,

nährt sich an der Brust tiefsitzenden Schmerzes.

***

Man sagt: Beim Geld hört die Freundschaft auf –

ich behaupte: dort fängt sie an.

***

Hundert Jahre, nachdem der Pfarrersohn Nietzsche den Tod Gottes diagnostizierte,

fand man endlich einen neuen:

er nennt sich nunmehr „der freie Markt“, der alles richtet, so man ihn nur lässt,

und die Marktschreier sind seine gefeierten Propheten.

***

Obwohl es mitunter schwerer fällt, ist es dennoch schöner,

einen Menschen verstehen zu wollen, statt ihn schlichtweg zu verurteilen.

***

Beim Betrachten eines fertiggestellten Gemäldes lässt es sich selten erahnen,

und doch ist es eine Fülle einzelner, nach und nach aufgetragener Pinselstriche,

aus denen sich das Ganze ergibt;

so wollen wir denn auch den individuellen Menschen betrachten:

Als ein Ganzes, dessen einzelne Striche wir höchstens erahnen,

niemals aber je vollends erkennen können,

da wir nicht dabei waren, als sie nach und nach aufgetragen wurden.

***

Nur wer sich verrennt, vermag zu sich selber zu kommen.

***

Lehre des Spochts IV:

Umso länger wir Niederlage auf Niederlage kassieren, ohne daran zu zerbrechen,

desto größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass wir alsbald siegen sollen.

***

Um etwas zu erreichen, wird man genötigt sein, dicke Bretter zu bohren,

wobei zu befürchten ist:

Das dickste Brett von allen, das ist man selber, immer wieder und zuerst.

***

Kriege haben ihre Wurzeln im Innern:

Wer nicht fähig oder willens ist, den Krieg im Innern zu führen,

der wird auf ewig verdammt sein, ihn nach außen tragen zu müssen.

***

Die Schwelle ist der spannendste Ort:

Sie ist weder drinnen noch draußen, weder hier noch dort.

***

Zweifel zerstreuen können zählt zur Berufung

des Heiligen wie des Demagogen gleichermaßen.

***

Der Menschenfeind trägt gerne die Maske des Menschenfreunds;

ohne sie gewinnt er keinen Grund und Boden.

***

Der Menschenfeind spendet gerne Geld;

Trost besitzt er keinen.

***

Der Menschenfeind gründet gerne Stiftungen;

er will weiterleben weit, weit über seinen Tod hinaus.

***

Reich werden wir im Leben zumeist nur an Verlust –

und wenn wir klug sind: aufgrund von Verzicht.

***

Lehre des Spochts V:

Respekt und Anerkennung für den Gegner verbergen sich auf der Tribüne

liebend gern hinter den wüstesten Beschimpfungen.

***

Aus einer selbstverfassten Predigt:

„…und weil aber nichts in seinem ursprünglichen Zustande verbleibt,

sobald es vom Feuer berührt wird,

deshalb sagt Johannes: Sollt Ihr mit Feuer getauft werden!“

***

Würde es einen Menschen geben, über den du nichts Gutes,

sondern nur Schlechtes zu sagen wüsstest, so spräche es für dich,

von vornherein über diesen Menschen vollkommen zu schweigen.

***

Informiere dich, so brauchst du keinen Unwissenden fragen.

***

Auf der Universität pflegte man uns Studenten zu sagen,

es gäbe nur dumme Antworten, keine dummen Fragen;

welch haltlos dumme Behauptung!

***

Im Vergleich zu so manchem Freund besitzen Schuhe vielfach mehr Charakter:

Kaum ein schwerer Weg, auf dem sie einen nicht begleiten.

***

Du bist aus einem Zwiespalt geboren, in einen Zwiespalt kehrst du zurück.

***

Ist wie Hund & Stock:

man geht, um zurückzukommen.

***

Bloß weil man beliebt, aus sich selbst einen Idioten zu machen,

sollte man nicht davon ausgehen,

dass die Anderen damit gleichsam auch sogleich zu Idioten werden.

***

Für den Uneingeweihten

klingen gerade die tiefsten Wahrheiten

wie der gröbste Schwachsinn und der schlimmste Unfug.

***

Wohin man schaut, man wird etwas verpassen,

da derjenige, der sich etwas zuwendet, sich von etwas anderem abwendet;

die Aufmerksamkeit, die er dem einen Gegenstande darbringt,

vermag er nicht zugleich einem anderen zu widmen:

Die eine Wahrheit lebt auf Kosten dessen, was nicht minder wahr ist.

***

Dem Garten gehört die Zukunft:

Mögest du ein Epikur in ihm sein!

***

Du wirst säen, was du geerntet hast – im nächsten Jahr.

***

Gegebenenfalls, dass man eine Zeitlang um Dinge bitten müsste,

die nicht unmöglich zu erfüllen wären, und trotzdem bekäme man sie nicht,

würde man irgendwann in der Tat nicht mehr umhin können,

nach Dingen der Unmöglichkeit zu fragen.

***

Geschlechter im Verkehr:

Ein Mann ist immer nur so gut, wie die Frau es zulässt.

***

Im Triumph zog er bei ihr ein, gebeugt zog er sich von ihr zurück.

***

Männer geben bevorzugt gerade jenen Frauen Chancen über Chancen,

die rein gar nichts von ihnen wissen wollen.

***

Sie verachten die Huren und schützen die Freier.

***

Wer noch nichts erreicht hat, ist noch erreichbar.

***

Der größte Antrieb sollte sein,

die eigene Mittelmäßigkeit zu überwinden.

***

Jener, der schießen und töten will,

sollte sich auf die Lauer legen und solange Geduld üben,

bis er sich sicher ist, einen eleganten Kopftreffer landen zu können;

gewiss lässt sich das Problem auch mit hundert Schuss

aus einem Schnellfeuergewehr aus der Welt schaffen,

jedoch bedenke man, dass es immer einen gibt,

der all den Schmutz hinterher zu bereinigen hat,

ohne wirklich beteiligt gewesen zu sein.

***

Man sollte lernen, ohne Alternativen zu leben.

***

Nichts birgt solch großes Schockpotential wie falsche Hoffnungen.

***

Das Nähren von Angst ist in der Politik ein fantastischer Regentenstab.

***

Wisse, mein Freund:

Ein paar von deinen liebenswürdigsten Seiten

bestehen aus nichts anderem als aus deinen Fehlern allein.

***

Das muss man erst mal können:

Die Fliege in der Suppe finden, die man selber mitgebracht hat,

und dann sagen:  „Da ist eine Fliege in der Suppe!“

***

Mag schon sein, dass du dich mitunter klein und schwach fühlst in der Welt,

so wie ein einzelner Tropfen Wasser sich klein und schwach fühlen mag –

doch wenn du dich mit deinem ureigensten Element, dem Meer, vereinigst:

Wer wollte noch ermessen können, wie groß und stark du geworden bist!

***

Schwöre der Welt ab, und siehe: schon wirst du sie gewonnen haben.

***

Mithin lege man sich die Frage vor,

wie man sich verhielte,

würde man sich mit seinem eigenen Verhalten

anderen gegenüber konfrontiert sehen.

***

Die Wahrheit schmerzt,

schmerzt sie nicht, wird’s kaum die Wahrheit,

sondern eher die Komfortzone sein.

***

Der größte Fluch,

den eine menschliche Seele auferlegt bekommen kann,

besteht in einem allzu tüchtig funktionierenden Gedächtnis,

das nichts vergessen kann.

***

Vergesslichkeit in bekömmlichen Dosen und schier grenzenlose Dummheit

sind hingegen beneidenswerte Gottesgaben.

***

Gesetzt, man läge schlafend inmitten eines lichterloh brennenden Hauses

und hätte einen wunderschönen Traum von einem zauberhaften Strandhaus

direkt am blauen Meer unter sommerlichem Himmel,

warum sollte man aufwachen wollen, um sich der Krise zu stellen?

***

Etwas zerstören und töten ist nicht nur einfacher

als etwas aufzubauen und zu erschaffen,

es ist auch sehr viel profitabler:

drum kommt die Liebe im Vergleich zum Kriege

auf dieser Welt so viel schlechter weg.

***

Wittgenstein anders herum gestrickt,

(rechts, links, eine fallen lassen):

Wovon man nicht schweigen kann, davon lass uns reden.

***

In Zeiten, da ein jeder die Wirklichkeit hinter allen Dingen zu kennen wähnt,

ist Skepsis sowohl das Vorrecht als auch das Gebrechen des intelligenten Menschen.

***

Eigentlich möcht‘ man immerzu aufrecht gehen,

aber irgendwie schmerzt einem ständig der Rücken.

***

Ideologien sind der Tod allen abenteuerlichen Denkens.

***

Du sollst keine Götter neben Deiner eigenen Meinung haben!

***

Annahme und anschließende Frage:

Gäbe es den bösen Wolf nicht,

was könnte dann Rotkäppchen erzählen,

wenn sie einmal Großmutter ist?

***

A wise person once told me

(who heard it from another wise person):

The best part of a nightmare is waking up.

 

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