Wie die Krise der Türkei die NATO entzweibrechen könnte

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Die tief in ihrer Währungs- / Schuldenkrise verstrickte Türkei steht bereits mit dem Rücken an der Wand, und alles, was die USA anbieten, ist eine Verdoppelung der Sanktionen und mehr Beleidigungen. Der kanadische Finanzanalyst und Fonds-Manager Marshall Auerback geht davon aus, dass Russlands Präsident Putin mit einem viel attraktiveren Deal für den in Not geratenen Erdoğan aufwarten kann (und vielleicht sogar einen, der Geld für Russland abwirft).

Von Marshall Auerback, Übersetzung Lars Schall

Der nachfolgende Artikel erschien im englischen Original hier, die deutsche Übersetzung geschah mit ausdrücklicher und persönlicher Genehmigung von Marshall Auerback.

Marshall Auerback, geboren am 27. Juli 1959 in Toronto, Kanada, ist mit der Szenerie der internationalen Finanzwelt aus erster Hand vertraut. Nach einem “Magna Cum Laude”-Abschluss in Englisch und Philosophie an der Queen’s University im Jahre 1981 und dem Erhalt eines Jura-Diploms am Corpus Christi College der Universität Oxford zwei Jahre später, war er von 1983 bis 1987 als Investment-Manager bei GT Management Ltd in Hong-Kong beschäftigt.

Von 1988-91 war Auerback in Tokio ansässig, wo sich seine Expertise für den pazifischen Raum um den japanischen Aktienmarkt erweiterte. Im Jahr 1992 ging er nach New York City, um einen Emerging-Markets-Hedge-Fonds für die Tiedemann Investment Group bis 1995 zu leiten. Die nächsten vier Jahre arbeitete er als internationaler Wirtschaftsstratege für Veneroso Associates.

Von 1999-2002 leitete er den Global Fixed Income Fonds für David W. Tice & Associates, einer global agierenden Investment-Management-Firma, und verwaltete den Prudent Bear Fonds. Seit 2003 war er als Global-Portfolio-Stratege für RAB Capital Plc tätig, einer in Großbritannien ansässigen Fondsgesellschaft. Zusätzlich war er Co-Manager des RAB Gold Fonds und ein unabhängiger Berater für PIMCO, der weltweit größten Anleihefonds-Management-Gruppe. Später arbeitete Auerback bei Pinetree Capital Ltd. in Toronto und Madison Street Partners, LLC in Denver.  

Heute arbeitet Auerback als Research Associate für das Levy Institute und ist ein Fellow der Economist for Peace and Security (www.epsusa.org) und des Japan Policy Research Institute in Kalifornien (www.jpri.org). Derzeit lebt Marshall Auerback in New York City, U.S.A.

Wie die Krise der Türkei die NATO entzweibrechen könnte

Die Türkei, welche Europa und Asien buchstäblich überbrückt, widersetzt sich seit langem Rudyard Kiplings Idee, dass „Ost Osten ist und West Westen ist, und niemals treffen sich die beiden“. Als Mitglied der EU-Zollunion mit starken Bankbeziehungen zur EU und Mitglied der NATO, ist die Türkei sehr froh gewesen, auch Russland und China in ihre wirtschaftliche Entwicklung einzubeziehen. Aber der oft heikle Balanceakt zwischen diesen konkurrierenden Blöcken kann im Zuge der gegenwärtigen wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Landes aus dem Gleichgewicht geraten. Warum? Laut dem Tweet von Charlie Robertson, Chefökonom von Renaissance Capital, „ist die Türkei weniger als 0,1% der weltweiten Aktienmärkte. Aber die Türkei repräsentiert mehr als 10% der NATO-Mitarbeiter – mehr als Großbritannien und Frankreich zusammen –, so dass das US-Establishment (d.h. ohne Trump) die Türkei nicht verlieren will.“ Selbst wenn Ankaras Bankenkrise keinen globalen finanziellen Zusammenbruch auslöst, so wie beispielsweise die Abwertung des thailändischen Baht die asiatische Finanzkrise von 1997 ausgelöst hat, könnte sie die Grundlagen der NATO entzweibrechen lassen.

Auf den ersten Blick ähneln die aktuellen Probleme in der Türkei einer typischen Krise der Schwellenmärkte: eine Finanzblase förderte reichlich globale Liquidität (hauptsächlich auf Dollar- und Euro-Basis), was wiederum zu einem Anstieg der türkischen Kreditaufnahme und einer daraus resultierenden inländischen Kreditblase führte. Getrieben von den historisch niedrigen Zinsen erhöhten türkische Unternehmen ihre Bruttoauslandsverschuldung auf 340 Mrd. US-Dollar, von denen mehr als die Hälfte in diesem Jahr fällig werden. Eine Zeitlang führten diese ausländischen Zuflüsse zu einem Konsumboom von illusorischer wirtschaftlicher Prosperität, als die Türken mit den Erlösen ausländische Güter kauften und das Bruttoinlandsprodukt (BIP) boomte. Allerdings stieg infolgedessen das Leistungsbilanzdefizit des Landes auf 6,5 Prozent der nationalen Produktion an.

Und ähnlich wie die Krise von 1997 hat der jüngste Zusammenbruch der türkischen Lira die Probleme der Türkei verschärft. Der Rückgang der Landeswährung (ausgelöst durch die Entscheidung von Präsident Trump, die Zölle auf türkische Metallexporte zu verdoppeln) sowie die laufenden Zinserhöhungen der U.S. Federal Reserve haben die Kosten für den Schuldendienst gegenüber dem Ausland erheblich erhöht. Der Wirtschaftsexperte Brad Setser stellt die Probleme der Türkei scharf heraus und stellt fest, dass das Land einen „einjährigen Außenfinanzierungsbedarf von fast 30 Prozent des BIP vor der Abwertung hat, gegenüber 12 Prozent in den Gesamtreserven und etwa 10 Prozent in den Devisenreserven. Und der Großteil der fällig werdenden Auslandsschulden der Türkei lautet in einer ausländischen Währung – das ist also eine Forderung auf Reserven, die nicht abgeschrieben werden kann.“

Es gibt aber noch eine andere Variable hier.

Präsident Erdoğan muss dringend das türkische „Wunder“ über Wasser halten, wird jedoch wahrscheinlich nicht die Hilfe bekommen, die er von den üblichen Verdächtigen wie dem IWF benötigt (was wahrscheinlich schmerzhafte deflationäre Maßnahmen wie während der asiatischen Finanzkrise im Jahr 1997/98 erzwingen würde). Er könnte sie sich aber sehr wohl von Russland sichern, das zweifellos gerne irgendwelche Spaltungen in den Beziehungen der Türkei zum Westen ausnutzen würde. Aus demselben Grund würde der russische Präsident Putin sein eigenes Ansehen enorm steigern, wenn er mit der Türkei einen Pipeline- / Gas-Exportvertrag abschließen würde, der a) dringend benötigte Deviseneinnahmen für Russland einbringt und b) eine öffentliche Ohrfeige für den Versuch der USA / des Big Oil ist, die russischen Gasexporte nach Europa abzuwürgen.

Das könnte Putin motivieren, Erdoğan einen ungewöhnlich guten Deal für einen Kredit, mehr Waffenexporte und Transitgelder für Gaspipelines zu geben, die der Türkei wertvolle Devisen bescheren könnten. Angesichts all dessen könnte ein Bruch mit der NATO für Erdoğan zu einer unwiderstehlich verlockenden Option werden, aber auch Russlands Wunsch erfüllen, sich für die NATO-Osterweiterung und den versprochenen Versuch, in der Ukraine noch mehr davon zu bekommen, zu revanchieren.

Wie sind wir von dort hierhin gekommen? Das auslösende Ereignis, das den Zusammenbruch der türkischen Lira (und den drohenden Kollaps des Bankensystems) verursachte, könnte gut und gerne die kürzlich erfolgte Einführung der Trump-Strafzölle auf türkische Metalle gewesen sein; aber die Schwachstellen eiterten und dehnten sich aus, lange bevor es zu der jüngsten Explosion zwischen Washington und Ankara kam. Anziehende Rohölpreise und die steigenden US-Zinsen sind eine tödliche Kombination für eine dollarisierte, ölimportierende Wirtschaft wie die Türkei. Sie haben die Instabilitäten innerhalb des türkischen Bankensystems noch verschärft und zahlreiche unternehmerische Kreditnehmer, die in Dollar lautende Schulden halten, dem Risiko einer Insolvenz ausgesetzt. So wie Hemingways Pleite in “The Sun Also Rises”, kam der Zusammenbruch der Türkei „auf zweierlei Weise – zuerst ganz langsam und dann sehr plötzlich.

Welche Banken sind am stärksten betroffen? Nach Angaben der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) sind für „spanische Banken 83,3 Milliarden Dollar von türkischen Kreditnehmern fällig; französischen Kreditgebern werden 38,4 Milliarden Dollar geschuldet; und den Banken in Italien schuldet man 17 Milliarden Dollar, berichtete die FT.“ Genauer gesagt sind rund 13 Prozent der Gesamtkreditbilanz der spanischen Bank BBVA mit der Türkei (über den Besitz der türkischen Bank Garanti) verbunden. Die italienische UniCredit (6 Prozent der gesamten Kredite) und Frankreichs BNP Paribas (2 Prozent der gesamten Kreditbilanz) weisen ein signifikantes Engagement in der Türkei auf. Diese Informationen werden rasch in die jeweiligen Aktienkurse dieser Finanzinstitute eingepreist, da die Schuldner ihre Fremdwährungspositionen nicht ausreichend abgesichert haben, was das Ausfallrisiko bei jeder neuen Lira-Abwärtskaskade erhöht (und entsprechende Abschreibungen durch die Banken selbst). Was die wirtschaftlichen Auswirkungen außerhalb der Türkei anbelangt, so wies Peter Rosenstreich, ein Währungsanalyst der Online-Bank Swissquote, auf Chile, Mexiko, Indonesien, Russland und Malaysia hin, die unter den Ländern mit einem hohen Fremdwährungsschuldenanteil am BIP nunmehr von den globalen Händlern neu bewertet werden.

Die Auswirkungen der wirtschaftlichen Ansteckung lassen sich relativ leicht quantifizieren. Weniger dagegen die politische Ansteckung, insbesondere die Variable Russland / NATO, vor dem Hintergrund sich verschlechternder amerikanisch-russischer Beziehungen. Als Folge des Helsinki-Gipfels gab es eine subtile, doch wichtige Veränderung im Russiagate-Narrativ: In der Erzählung geht es nun weniger um Trumps Absprachen mit Russland, um die Wahlen 2016 zu beeinflussen (wiewohl der Vorwurf der Absprache weiterhin besteht), sondern mehr um Trumps „Beihilfe und Unterstützung“ gegenüber Russland bei dessen Angriff auf die amerikanische Demokratie und die westliche Allianz. Drum verletzt Trump nicht nur vorsätzlich seine Pflichten; seine Handlungen sind auch verräterisch, weil er mit dem Feind zusammenarbeitet. In vielerlei Hinsicht ist diese Verschiebung in der Erzählung gefährlicher als das Absprache-Narrativ, da sie bedeutet, dass die amerikanische Geheimdienstgemeinschaft – und ihre Sympathisanten in #TheResistance – erfolgreich gewesen sind, Russland nicht nur als Feind, sondern als klare und gegenwärtige Gefahr für die USA zu etablieren, was kürzlich zu zusätzlichen Sanktionen gegen Russland führte. Dies ist ein weiterer Anreiz für Moskau, die derzeitigen Schwierigkeiten der Türkei auszunutzen, indem Ankara Hilfe angeboten wird, um dafür als Gegenleistung einen größeren geopolitischen Einfluss im Land zu erhalten.

Erdoğan gab der Alternative, „neue Freunde und Verbündete zu finden“, große Bedeutung, als er sich zuletzt mit Washington auseinandersetzte; doch die traditionellen Mittel zur Vereitelung einer Kreditkrise, ein vom IWF angeführtes Rettungspaket, scheint kaum attraktiv zu sein, da der in Washington DC ansässige Fonds weitgehend als eine Erweiterung der amerikanischen Unternehmensinteressen und Vollstrecker des „Washington Consensus“ angesehen wird. Die Unterstützung würde wahrscheinlich mit heftigen und schmerzhaften Folgen einhergehen (ähnlich wie es 1997 in Asien der Fall war). Erdoğan wird daher wahrscheinlich weiter nach Osten gehen, um Hilfe zu erfahren. Katar hat bereits zugesagt, 15 Milliarden Dollar in die türkischen Finanzmärkte und Banken zu investieren. China, das seinen mediterranen Einfluss bereits durch den Erwerb des griechischen Hafens von Piräus erweitert hat, wird zweifelsohne gen Türkei schauen, um seine „Seidenstraßen“-Einrichtungen in Europa weiter auszubauen, auch wenn der Ökonom David Goldman feststellt:

„Indem die türkische Lira bei 6,26 zum Dollar gehandelt wird, beträgt der gesamte Aktienindex Istanbul 100 nur 35 Milliarden US-Dollar. Wenn chinesische Investoren jede Aktie eines jeden Unternehmens über den Aktienindex kaufen würden, würde die Türkei genug Devisen aufbringen, um gerade einmal sieben Monate ihres Leistungsbilanzdefizits zu decken.“

Kaum genug, um die Krise zu stoppen; daher wird man sich wahrscheinlich auch nach Moskau wenden. Angesichts der Osterweiterung der NATO an Russlands Grenzen zählt die geostrategische Positionierung der Türkei nicht mehr so stark wie früher, was Washingtons neu entfachte Aggression teilweise erleichtert (zusammen mit der Auffassung der Trump-Regierung, dass Ankara ein zunehmend unzuverlässiger Partner sei, der kürzlich eine angeblich getroffene Vereinbarung, einen amerikanischen Prediger aus der Haft freizulassen, nicht eingehalten habe). Den jüngsten Kommentaren des Präsidenten beim letzten NATO-Gipfel nach zu urteilen, scheint für die America-First-Vertreter vor allem zu zählen:

1. Wie wirkt sich die Türkei auf das Verteidigungsbudget aus – welche Waffen können wir ihnen beispielsweise verkaufen und wie viele Basen können wir dort offenhalten?

und:

2. Werden sie sich für US-Big Oil / Gas-Pipelines entscheiden oder für russische?

Was die Russen betrifft, so bietet die Türkei eine Gelegenheit, sich für feindselige außenpolitische Aktionen der USA während der letzten 20 Jahre zu revanchieren: die Osterweiterung der NATO an Russlands Grenzen, die Unterstützung der USA für den Maidan-Putsch in der Ukraine, die Zerstörung Libyens und der Regimewechselkreuzzug gegen Assad. Dies geschah unter früheren amerikanischen Regierungen, Clinton, Bush und Obama. Freilich gab es viele Liberale und Progressive, denen die Außenpolitik Obamas und Clintons unangenehm war. Doch nunmehr fühlen sie sich unwohl dabei, diese Bedenken anzuerkennen, da sie befürchten, dies könnte Trump Hilfe und Trost spenden und seine Außenpolitik legitimieren. Aus diesem Grund sind jene Liberalen und Progressiven, die ansonsten gemäßigteren Beziehungen zu Russland womöglich aufgeschlossen gegenüberstünden, zurückhaltend, ja, gar unwillig, irgendeine US-Verantwortung für den gegenwärtigen Zusammenbruch der amerikanisch-russischen Beziehungen einzuräumen, da dies als illoyal gegenüber dem Widerstand gegen Trump aufgefasst werden würde. Deshalb sind die Clinton- und Obama-Jahre derzeit über jeden Zweifel erhaben. Das wiederum verstärkt die vorherrschende Russophobie und gibt Moskau daher noch mehr Anreiz, die Situation in der Türkei auszunutzen. Zumal Russland die jüngste Sanktionsrunde, die Washington gegen das Land richtet, als eine verstärkte Form der Wirtschaftskriegsführung ansieht.

Sich die Türkei herauszupicken, wäre ein wichtiger geopolitischer Sieg für Moskau, da das Land von Washington als Schlüssel für die amerikanische Strategie angesehen wird, Eurasien zu spalten und die eurasische Integration zu blockieren. Die Türkei ist auch für die Strategie der USA zur Einkreisung der russischen Kontrolle des Schwarzen Meeres und zur Bekämpfung des Ausbruchs, den Russland mit der Krim und Syrien hinlegte, von entscheidender Bedeutung (und möglicherweise auch, um der EU ein Stück eines Pipeline-Projekts anzubieten, das die Abhängigkeit Europas von russischem Gas verringern könnte). Eine ebenso wichtige Rolle spielt die Türkei für die USA in Bezug auf die Unterstützung der Takfiri- / Salafisten-Destabilisierung in Syrien und im Irak, die Blockade des „schiitischen Korridors vom Iran bis zur Hisbollah“ sowie die Durchbrechung der Isolierung Israels im Nahen Osten (jenseits des stillschweigenden Bündnisses mit Saudi-Arabien), während gleichzeitig die Isolation des Iran gewährleistet wird. Und schließlich wird die Türkei von Washington als wichtiger Verbündeter bei der Kontrolle der Energieressourcen im östlichen Mittelmeerraum betrachtet.

Was (wie immer) bedeutet, dass Trumps außenpolitischer Ansatz, sich wie ein Elefant im Porzellanladen aufzuführen, unvorhersehbare Auswirkungen hat, die weit über übliche Schwellenländer-Krisen hinausgehen. Die Schwellenmärkte insgesamt können mit einigen Anpassungen / Verschiebungen rechnen, da die globale Zentralbankengemeinschaft weiterhin geldpolitische Anreize zurücknimmt. Die einzigartige geopolitische Lage der Türkei hat jedoch praktisch garantiert, dass sie Auswirkungen haben wird, die weit über die Bilanzen einiger weniger exponierter europäischer Banken oder der peripheren Schwellenländer hinausgehen. Ein Bruch mit der NATO könnte einen Verlust der Hebelwirkung für die Türkei gegenüber dem Westen bedeuten, aber Erdoğan könnte das für sein politisches Überleben als wesentlich erachten – und das wird vorerst andere Überlegungen übertrumpfen. Was die Liebe der Türkei zu den NATO-Vorteilen anbelangt, so glaubt der Council on Foreign Relations (neben den wenigen kemalistischen Offizieren in der Türkei, die die Erdoğan- / Gülen-Säuberungen überlebt haben) eventuell noch immer, dass diese etwas wert sind, doch es wäre erstaunlich, wenn der durchschnittliche türkische Wähler denke würde, die NATO wäre an seiner Seite.

Man sollte sich auch daran erinnern, dass Kiplings Ballade zwar die Idee äußerte, der Osten träfe nie auf den Westen, aber auch einräumte, „es gibt weder Ost noch West … wenn sich zwei starke Männer gegenüberstehen.“ Die Krise der Türkei bringt zwei heutige starke Männer, Erdogan und Putin, in einer Art und Weise zusammen, die das Zerbrechen der Institution erleichtern könnte, die geschaffen wurde, um den russischen Bären in Schach zu halten, der NATO. Die tief in ihrer Währungs- / Schuldenkrise verstrickte Türkei steht bereits mit dem Rücken an der Wand, und alles, was die USA anbieten, ist eine Verdoppelung der Sanktionen und mehr Beleidigungen. Man darf sich vorstellen, dass Putin gegenüber der Trump’schen Knüppelei oder der totalen Sinofizierung der türkischen Wirtschaft mit einem viel attraktiveren Deal für Erdoğan aufwarten kann (und vielleicht sogar einen, der Geld für Russland abwirft).

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