Wie entsteht eigentlich Erdöl – und wie knapp ist es?

Zumeist wird davon ausgegangen, dass es sich beim Erdöl um einen Stoff „fossilen Ursprungs“ handelt, der sich in der erdgeschichtlichen Vergangenheit durch die Zersetzung biologischen Materials entwickelte. Stimmt das aber auch?

Von Lars Schall

Den gängigen Vorstellungen vom Ursprung des Erdöls nach sind die Kohlenwasserstoffe durch abgestorbene Algen, Plankton und andere marine und lakustrische Photosynthesizer entstanden, die auf den Boden von Meeren und Seen sanken und in einer sauerstofffreien Umgebung in Sedimentschlamm eingebettet wurden, ohne versteinern zu können. Mit der weiteren Ablagerung von Sedimenten nahm die Versenkungstiefe allmählich zu, gleiches galt für die Temperatur der organischen Substanzen. Durch die steigenden Drücke und Temperaturen wurde das Material mit der Zeit in Kerogen umgewandelt. Aus dem Kerogen spalteten sich daraufhin zunächst Schweröl, dann Leichtöl, Nassgas, Leichtgas und bei der höchsten Temperatur schließlich Methan ab.[i]

Zum Ursprung des Erdöls gibt es aber auch eine andere Denkschule. Ihr gehört beispielsweise der US-Geologe J. F. Kenney an, nachdem er in Russland die moderne russisch-ukrainische Theorie einer tiefen, abiotischen Erdölherkunft studierte.

Diese Theorie, erörtert Kenney, „basiert auf einem umfangreichen Korpus wissenschaftlicher Erkenntnisse über die chemische Entstehung von Kohlenwasserstoffmolekülen, aus denen natürliches Erdöl besteht, die physikalischen Vorgänge, die ihre terrestrische Konzentration bewirken, die dynamischen Prozesse der Bewegung dieses Materials in geologische Lagerstätten sowie die Lage und die wirtschaftliche Förderung von Erdölvorkommen.“[ii]

Der Theorie einer tiefen, abiotischen Erdölherkunft zufolge „ist Erdöl ein Urstoff, der aus großer Tiefe in die Erdkruste eruptiert ist.“ Anders gewendet: „Erdöl ist kein ,fossiler Brennstoff‘ und steht in keinem ursächlichen Zusammenhang mit toten Dinosauriern (oder anderen biologischen Überresten) ,in den Sedimenten‘ (oder irgendwo sonst).“[iii]

In Kenneys Worten beruht die moderne russisch-ukrainische Erdöltheorie „auf einer streng wissenschaftlichen Argumentation nach den Gesetzen der Physik und Chemie sowie auf umfangreichen geologischen Beobachtungen. Sie ist fest in der modernen Physik und Chemie verwurzelt, wo sie ihren Ursprung hatte.

Der Großteil der modernen russischen Theorie einer tiefen, abiotischen Erdölherkunft entwickelte sich aus den Wissenschaften der Chemie und der Thermodynamik. Dementsprechend beruft sich die moderne Theorie unbeirrt auf den zentralen Grundsatz, dass die Entstehung von Kohlenwasserstoffen den allgemeinen Gesetzen der chemischen Thermodynamik gehorchen muss – genau wie alle Materie.“[iv]

Damit aber steht die Erdölwissenschaft, die sich in Ost-Europa entwickelte, „in krassem Widerspruch“ zu den geologischen Theorien, die in Großbritannien und den USA aufgestellt wurden. Dort wird postuliert, das Erdöl habe seinen Ursprung in biologischen Stoffen. Die erdölwissenschaftliche Konkurrenz aus dem Osten leugnet die Verbindung zu biologischen Stoffen. Die einzigen Kohlenwasserstoffmoleküle, die eine Aus­nahme bilden würden, seien die, die im Methan enthalten sind, und in geringerem Maße im Ethen. „Nur Methan ist unter den Druck- und Temperaturverhältnissen der oberflächennahen Erdkruste thermodynamisch stabil und kann folglich dort spontan entstehen, wie an Sumpfgas oder Faulgas durchaus zu beobachten ist“, erklärt Kenney. „Jedoch ist Methan praktisch das einzige Kohlenwasserstoffmolekül, das unter den genannten thermodynamischen Verhältnissen solche thermodynamischen Eigenschaften besitzt – fast alle anderen reduzierten Kohlenwasserstoffmoleküle, ausgenommen nur die leichtesten, sind Hochdruckpolymorphe des Wasserstoff-Kohlenstoffsystems.“ Außerdem sei der Tatsache Beachtung zu schenken, dass es zur „spontanen Entstehung der schwereren Kohlenwasserstoffe, aus denen natürliches Erdöl besteht“, lediglich „in Hochdrucksystemen von vielen Kilobar“ komme.[v]

Die Auffassung, dass Erdöl biologischer Herkunft sei, nahm nicht im Westen seinen Anfang, sondern in Russland, wo der Universalgelehrte Michail W. Lomonossow im Jahr 1757 „die Hypothese aufstellte, dass Öl aus biologischen Überresten entstanden sein könnte.“ Unter Verwendung „ganz normaler Beobachtungsgabe und den freilich begrenzten analytischen Möglichkeiten seiner Zeit“ gelangte Lomonossow zu dem Schluss, dass „…,Steinöl‘ [Rohöl oder Erdöl] aus den winzigen Körpern toter Meeres- und anderer Tiere entstand, die in den Sedimenten versanken und sich über einen sehr langen Zeitraum unter dem Einfluss von Wärme und Druck in ‚Steinöl‘ verwandelten.“ Eine solche Beschreibung, schätzt Kenney ein, sei „typisch für die deskriptive Wissenschaft“ gewesen, „wie sie im 18. Jahrhundert von Lomonossow und Carl von Linné praktiziert wurde“.[vi]

Einwände gegen Lomonossows Hypothese wurden „erstmals zu Beginn des 19. Jahrhunderts durch den berühmten deutschen Naturforscher und Geologen Alexander von Humboldt und den französischen Chemiker und Thermodynamiker Louis Joseph Gay-Lussac“ erhoben. „Gemeinsam formulierten sie die These, dass Öl ein aus großer Tiefe eruptierter Urstoff sei und keine Verbindung zu biologischer Materie nahe der Erdoberfläche habe.“[vii] Die biologische Hypothese geriet durch die Fortschritte, die auf dem Gebiet der Chemie erzielt wurden, und „insbesondere nach der Formulierung des Zweiten Hauptsatzes der Thermodynamik durch Clausius im Jahr 1850 (…) zwangsläufig unter Beschuss.“[viii]

Das geschah zunächst kraft des französischen Chemikers Marcellin Berthelot, der eine Reihe von Versuchen begann, mit denen er „die Gewinnung von Petroleum durch die Auflösung von Stahl in starker Säure“ nachwies. Durch diese Experimente, heutzutage als Kolbe-Reaktionen bekannt, „erzeugte er die Gruppe der n-Alkane und machte klar, dass diese ohne jegliche Beteiligung ,biologischer‘ Moleküle oder Vorgänge generiert wurden“. Die Versuche, die Berthelot gestartet hatte, wurden „später von anderen Forschern wie Biasson und Sokolow ausgeweitet und verfeinert, die allesamt ähnliche Erscheinungen beobachteten und ebenso schlussfolgerten, dass Petroleum keine Verbindung zu biologischer Materie habe“. Auch der russische Chemiker Dmitri Mendelejew verwarf die Hypothese einer biologischen Entstehung von Erdöl. Stattdessen „legte sich Mendelejew darauf fest, dass Erdöl ein Urstoff sei, der aus großer Tiefe eruptiert ist“, und postulierte „die Existenz geologischer Strukturen, die er als ,tiefe Verwerfungen‘ bezeichnete, und erkannte diese korrekterweise als Schwachstelle in der Erdkruste, durch die Erdöl aus der Tiefe nach oben gelangen könnte.“[ix]

Mendelejew war seiner Zeit damit weit voraus: das Konzept tiefer Verwerfungen war weitestgehend unbekannt. „Heute hingegen wäre ein Verständnis der Plattentektonik ohne die Anerkenntnis tiefer Verwerfungen unmöglich.“[x]

Die moderne russische Erdölwissenschaft wurde von der Sowjetführung angestoßen, nachdem sie sich im Laufe des Zweiten Weltkriegs „der entscheidenden Bedeutung von Erdöl in der modernen Kriegsführung bewusst geworden war“. Zur damaligen Zeit verfügte die UdSSR laut den Schätzungen ihrer Fachkräfte über stark begrenzte Ölreserven. Die größten Ölfelder lagen in der Nähe von Baku im heutigen Aserbaidschan. Zwar hielt die Sowjetunion auch zwei Nord-Provinzen des Iran besetzt, aber 1946 wurden sie von den Briten wieder vertrieben. „Spätestens 1947 merkten die Sowjets, dass die Amerikaner, Briten und Franzosen ihnen keinen Zugang zur Ölförderung gewähren würden, weder im Nahen Osten noch in den erdölreichen Gegenden Afrikas noch in Indonesien, Burma, Malaysia oder sonst irgendwo im Fernen Osten noch in Lateinamerika.“ So wurde die Notwendigkeit erkannt, neue Erdölreserven innerhalb der UdSSR aufzutun. Zur Entdeckung und Erschließung neuer Funde rief die Führung der UdSSR „eine Art ,Manhattan-Projekt‘ ins Leben, dem höchste Priorität eingeräumt wurde. Darin bündelte sie alle Tätigkeiten zur Erforschung der Erdölentwicklung, Bestimmung seiner Herkunft, Untersuchung der Entstehung von Erdölreserven und Feststellung der effektivsten Strategien zur Erdölförderung.“[xi]

Binnen weniger Jahre entstand daraus die moderne russische Erdölwissenschaft. Erstmals formuliert wurde sie 1951 auf einem Erdölgeologiekongress von Nikolai A. Kudrjawzew. Indem er die Hypothese der biologischen Erdölentstehung untersucht hatte, war er imstande, „die Fehler in den Behauptungen, die seinerzeit gern zur Unterfütterung dieser Hypothese aufgestellt wurden“, zu entlarven. Unterstützung erhielt Kudrjawzew bald darauf „von vielen anderen russischen und ukrainischen Geologen, darunter P. N. Kropotkin, K. A. Shakhvarstova, G. N. Dolenko, V. F. Linetskii, V. B. Porfirjew und K. A. Anikiev“. In den Jahren zwischen 1951 und 1965 „veröffentlichten immer mehr Geologen – allen voran Kudrjawzew und Porfirjew – Artikel, in denen sie die Fehler und Ungereimtheiten der alten Hypothese des ,biogenen Ursprungs‘ zeigten“. Die moderne russisch-ukrainische Theorie der abiotischen Erdölherkunft war „ursprünglich eine geologische Theorie“ und ihre Vertreter wie „Kudrjawzew, Kropotkin, Dolenko, Porfirjew … waren alle Geologen“.[xii]

Als der Kalte Krieg in den 1990er Jahren vorbei war, wurde die Öl-Fachwelt mit den Ergebnissen der hinter dem Eisernen Vorhang entwickelten Theorie bekanntgemacht. Zu einer wissenschaftlichen Konferenz, die 1994 in Santa Fe im US-Bundesstaat New Mexico stattfand, reiste eigens Vladilen A. Krajuschkin an, der damalige Direktor der Abteilung für Erdölerkundung am Institut für Geologische Wissenschaften der Ukrainischen Akademie der Wissenschaften und Leiter des Explorationsprojekts im Don-Dnjepr-Becken der Ukraine.[xiii] Im Zentrum des Vortrags von Krajuschkin stand „ein erfolgreiches Projekt seines Teams, nämlich die Suche nach Öl und Gas im Dnjepr-Donezk-Becken, das in der Ostukraine nahe der russischen Grenze liegt. Wie Krajuschkin berichtete, war das Becken 45 Jahre lang geologisch studiert und für die Erdölproduktion ungeeignet befunden worden, da keinerlei ,Erdölmuttergestein‘ (im Englischen ,Source Rock‘ genannt) vorgefunden wurde. Diese besonderen geologischen Formationen sind nach Theorie der westlichen Geologie das einzige Gestein, in dem Kohlenwasserstoffe gebildet werden oder gebildet werden können, wo also Öl gefunden werden muss, daher der Begriff ,source‘“, wie Quelle.[xiv]

Der Gast aus dem Osten verriet den versammelten US-Wissenschaftlern, dass sein Team Kohlenwasserstoffe in einem „tiefen kristallinen Grundgebirge“ gefunden habe. Indem man „an Stellen nach Öl gesucht hatte, wo nach der konventionellen Theorie kein Öl hätte gefunden werden können“, nämlich in tiefem Fels- bzw. Granitgestein, habe man „gleich reihenweise wirtschaftlich nutzbare Öl- und Gasfelder entdeckt“.[xv] Krajuschkin bekundete, Öl und Gas seien nicht biologischen Ursprungs, und es hätte der Hypothese seines Teams entsprochen, nach abiotischen Kohlenwasserstoffen gerade in einer „kristallinen Umgebung“ zu suchen. Die durchgeführten Analysen des in der Ukraine gewonnenen Erdöls hätten die Vermutung bestätigt, dass Öl und Gas in großer Tiefe im Erdinneren gebildet würden.[xvi] Mehr noch: das Öl „aus den Lagern im kristallinen Grundgebirge des Dnjepr-Donezk-Beckens“ wurde bakteriologisch auf „biologische-Marker“-Moleküle untersucht, insbesondere auf Porphyrin-Moleküle, „deren Vorliegen man bislang fälschlich als ,Beweis‘ für den vermeintlichen biologischen Ursprung des Erdöls deutete“, ließ Krajuschkin wissen. Das Ergebnis: „Keine Probe des gewonnenen Öls enthielt solche Moleküle, nicht einmal im ppm-Bereich (Teile pro Million).“[xvii]

Ein großes Echo fand Krajuschkins „Enthüllungsvortrag“ nicht. Die Theorie einer tiefen, abiotischen Erdölherkunft wird im Westen bis heute entweder weitgehend totgeschwiegen oder aber als „Quatsch“ abgetan.[xviii]

Das musste auch J. F. Kenney feststellen, als im August 2002 eine an und für sich bemerkenswerte Studie in der begutachteten wissenschaftlichen Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) erschien, die von der Akademie der Wissenschaften der Vereinigten Staaten herausgegeben wird. Die Autoren der Studie – J. F. Kenney, V. A. Kutchenov, N. A. Bendeliani und V. A. Alekseev – trugen durchaus überzeugend vor, dass Öl nicht aus organischen Verbindungen unter den Druck- und Temperaturverhältnissen nahe der Erdoberfläche entsteht, sondern vielmehr aus anorganischen Verbindungen unter den extremen Temperaturen und Drücken, wie sie lediglich nahe dem Erdkern herrschen. Die Zeitschrift Geotimes stellte in ihrem Beitrag Inorganic Origin of Oil – Much Ado About Nothing? in der Ausgabe vom November 2002 fest, dass PNAS „die Studie auf Wunsch des Akademiemitglieds Howard Reiss, Physikochemiker an der University of California in Los Angeles, veröffentlichte. Reiss organisierte entsprechend den PNAS-Veröffentlichungsrichtlinien ein Peer Review des Beitrags durch mindestens zwei Gutachter anderer Einrichtungen (zu denen die Autoren keine Verbindung haben) und begleitete den Beitrag durch die verschiedenen Prüfungen.“[xix] Insofern lässt sich eigentlich davon ausgehen, dass der Beitrag von Kenney und seinen Co-Autoren wissenschaftlich fundiert ist, da er vor seiner Veröffentlichung in einer Fachzeitschrift einem ordentlichen Peer Review-Verfahren unterzogen wurde.

Schaut man nun, welche Reaktionen die Studie hervorrief, stößt man auf einen einzigen angemessenen Artikel, der im britischen Magazin The Economist erschien. Dort hieß es: „Vor Millionen Jahren starben Kleinstlebewesen und Pflanzen im Meer und sanken auf den Meeresboden. Im Laufe der Zeit wurden sie von Sedimentschichten, die sich auf ihnen absetzten und schließlich zu Gestein wurden, zerquetscht. Dieses organische Material, das nun mehrere Hundert Meter unter der Oberfläche eingeschlossen war, begann sich zu verändern. Unter Ausschluss von Luft und dem Einfluss von schwacher Hitze und geringem Druck entstanden aus den eingeschlossenen biologischen Überresten Erdöl und Erdgas. Heißt es.“ Denn im Osten Europas habe in den 1950er Jahren eine Gruppe von Wissenschaftlern um Nikolai Kudryavtsev die Behauptung aufgestellt, man könne diese Theorie über die Entstehung von Erdöl „ins Reich der Fabeln“ verweisen. „Sie behaupteten, dass Kohlenwasserstoffe, die wichtigsten molekularen Bausteine des Erdöls, tief im Inneren der Erde aus anorganischem Material entstehen. Nur wenige Personen außerhalb der UdSSR schenkten dieser neuen Theorie Beachtung. Hierzu gehörte der Amerikaner J. F. Kenney, der heute für die Russische Akademie der Wissenschaften arbeitet und außerdem Vorstandschef der Gas Resources Corporation in Houston (Texas) ist.“[xx]

Kenney, hieß es weiter, wolle in einer aktuellen PNAS-Ausgabe bewiesen haben, „warum es energetisch unmöglich sei, dass Alkane, eine der wesentlichen Kohlenwasserstoffmolekülgruppen in Rohöl, aus biologischen Ausgangsstoffen in Erdtiefen entstehen, in denen Lagerstätten normalerweise gefunden und ausgebeutet worden sind. Er hat ein auf Quantenmechanik, Statistik und Thermodynamik beruhendes mathematisches Modell entwickelt, mit dem sich das Verhalten eines Kohlenwasserstoffsystems vorausberechnen lässt. Die komplexe Mischung geradkettiger und verzweigter Alkanmoleküle in Rohöl könne seinen Berechnungen zufolge nur bei extrem hohen Temperaturen und Drücken entstanden sein, die viel höher sind als in der Erdkruste, also dem Ort, an dem laut orthodoxer Theorie die Kohlenwasserstoffe entstehen.

Zur Bestätigung dieser Annahme zeigte er, dass ein Gemisch verschiedener Alkane (Methan, Hexan, Oktan usw.), das dem in natürlich vorkommendem Erdöl ähnelt, entsteht, wenn man eine Mischung aus Calciumcarbonat, Wasser und Eisenoxid auf 1.500 °C erhitzt und dann einem Druck von 50.000 Atmosphären aussetzt. Dieses Experiment hat die Temperatur- und Druckbedingungen im Oberen Erdmantel (etwa 100 Kilometer unter der Erdoberfläche) reproduziert und so nahegelegt, dass dort Erdöl aus gänzlich anorganischen Ausgangsstoffen entstehen könnte.“[xxi]

An anderer Stelle hatte J. F. Kenney schon zuvor angemerkt, die Vorhersagen zur künftigen Verfügbarkeit von Erdöl würden daran leiden, dass sie in aller Regel auf der Auffassung beruhten, Erdöl sei ein „begrenzter, fossiler“ Stoff. Man wäre besser beraten „zu erkennen, dass eine künftige Erdölknappheit auch nicht wahrscheinlicher ist als zum Beispiel eine künftige Knappheit an Ozeanbasalt (MORB). [MORB ist das typische Gestein im Bereich der Spreizungszone am Mittelozeanischen Rücken, wo durch das Aufdringen von basaltischen Schmelzen aus dem Erdmantel laufend neue ozeanische Kruste entsteht.] Die Fehler in diesen Vorhersagen rühren insbesondere daher, dass man verschiedene, extrem große potenzielle Erdölquellen, von denen einige im Folgenden genannt werden, ignoriert.

(1.) Die Möglichkeit, Erdöl aus kristallinem Grundgebirge, aus vulkanischen Strukturen, aus Impaktstrukturen und aus nicht sedimentären Regionen zu fördern, ist in der Regel vollständig vernachlässigt worden.

(2.) Das Erdölpotenzial der Nahtbereiche tektonischer Platten, sowohl unterseeisch als auch auf dem Festland, ist weitgehend vernachlässigt worden.

(3.) Die Erdölvorkommen, die es unterhalb der Vorkommen, die derzeitig gefördert werden, sicher gibt und die sicher gefördert werden könnten, sind fast vollständig vernachlässigt worden.

(4.) Die Möglichkeit, Erdölgas aus Lagerstätten unterhalb der Methanhydratzonen zu fördern wie auch die Förderung der Methanhydratvorkommen selbst ist vollständig vernachlässigt worden.

(5.) Die Möglichkeit, dass bestimmte Ölfelder, aus denen derzeitig gefördert wird, von unter Druck stehenden Kohlenwasserstoffen aus einer offenen und aktiven Verwerfung oder über einen Kanal aus dem Erdmantel gespeist werden und deshalb möglicherweise nie erschöpft sein werden, ist genauso vernachlässigt worden wie die Möglichkeit, solche unerschöpflichen Felder durch Tiefbohrungen zu erschließen.“[xxii]

Mit dieser Perspektive schloss Kenney, stünde ein Niedergang der Mineralölindustrie aufgrund schwindender Ölreserven nicht zu befürchten. Stattdessen machten seine Überlegungen „ganz im Gegenteil zusätzliche Investitionen und technische Entwicklungen notwendig, etwa in den Bereichen Tiefbohrung, Tiefenseismik, Lagerstätteneigenschaften von kristallinem Gestein und der Komplettierungs- und Förderverfahren, die bei solchen nicht-traditionellen Lagerstätten zum Einsatz kommen sollten.“[xxiii]

Wenn es um zeitgenössischere Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der abiotischen Ölentstehung geht, sind die Untersuchungen zu nennen, die Giora Proskurowski, ein Wissenschaftler von der School of Oceanography an der University of Washington in Seattle, durchführte. Er leitete eine Studie, „die zu einigen sehr interessanten Schlüssen kam. Öl, erklärte Proskurowski, könnte tatsächlich ein natürliches Produkt sein, das der Erdmantel ständig erzeugt und dessen Ursprung lebende Organismen sein könnten, die so klein wie Plankton sind, statt verfallende alte Wälder und tote Dinosaurier. Die Befürworter dieser alternativen abiotischen Theorie der Ölerzeugung glauben, dass Erdöl durch Grundgesteinsrisse sickert und abgeschieden wird, anstatt in Sedimentgesteinen zu entstehen, wie es die fossile Brennstoff-Theorie des Öls behauptet.“[xxiv]

Auch wären die Arbeiten des Mikrobiologen Stephen Giovannoni zu erwähnen, der Ende 2010 bakterielles Leben tiefer als je zuvor in der Erdkruste entdeckte – um genauer zu sein: 1,4 Kilometer unterhalb des Meeresbodens. Die Art der Bakterien, die man vorfand, waren nicht die gleichen, die in Basaltgesteinen gefunden wurden. Die Organismen waren in der Regel mit dem Abbau von Kohlenwasserstoffen verbunden. Das könnte bedeuten, dass sich Kohlenwasserstoffe in dieser Region abiotisch (das bedeutet: aus nicht-lebenden chemischen und physikalischen Faktoren in der Umwelt) bilden. Das wiederum hieße, dass Kohlen- und Wasserstoff-Moleküle aus Kohlendioxid und Wasserstoff in Wechselwirkungen zwischen Wasser und Gesteinen entstehen, welche organische Substanzen herstellen.

Als Beweis für die zunehmende Glaubwürdigkeit der abiotischen Theorie der Ölentstehung weisen Wissenschaftler auf die Lost City hin, ein hypothermalisches Feld, das 2100 Fuß unter dem Meeresspiegel entlang des Mid-Atlantic Ridge (MAR = Mittel-Atlantischer Rücken) in der Mitte des Atlantischen Ozeans liegt, das für seine seltsamen 90 bis 200 Fuß hohen weißen Türme bekannt ist, die als Blasen von den Gesteinsöffnungen aufsteigen. In den Jahren 2003 und 2005 stiegen [Giora] Proskurowski und sein Team in ein U-Boot, um Proben der Flüssigkeit zu sammeln, das als Blasen aus den Lost City-Meeresöffnungen blubbert. Bei der Analyse entdeckten Proskurowski und sein Team, dass die Flüssigkeit Erdgas und die Bausteine für Öl, Kohlenwasserstoffe, enthielt. Jedoch enthielten die Kohlenwasserstoffe aus den Lost City-Meeresöffnungen Kohlenstoff-13-Isotope. Sie fanden keine Beweise für Kohlenstoff-12, das Kohlenstoff-Isotop, das in der Regel mit biologischen Ursprüngen verbunden wird. Proskurowski und sein Team postuliert, dass die Kohlenwasserstoffe, die in den Lost City-Meeresöffnungen gefunden wurden, im Erdmantel durch einen abiotischen Prozess der Fischer-Tropsch-Synthese (FTS) gebildet worden waren und nicht aus biologischem Material, das sich auf dem Meeresboden angesiedelt hatte.

Während des deutschen NS-Regimes entwickelten Nazi-Wissenschaftler FTS-Verfahren, die synthetisches Öl aus Kohle produzieren konnten und zum Verständnis der Welt für einen abiotischen Prozess der Ölentstehung beitrugen. Proskurowski entdeckte auch, dass das Methan in Lost City kein Kohlenstoff-14 enthielt. Dies verlieh der Hypothese der Wissenschaftler ebenfalls enorme Glaubwürdigkeit, wonach die Kohlenstoffquelle für die Kohlenwasserstoffe der Lost City-Öffnungen aus dem Erdmantel kam und somit weit weg von Organismen, die möglicherweise Kontakt mit dem globalen Kohlenstoffkreislauf an der Oberflache hatten. Mit anderen Worten: die Lost City-Öffnungen enthielten organisches Material, das durch anorganische Prozesse gebildet wurde – die exakte Antithese von dem, was die fossile Brennstoff-Theorie über die Ölbildung postuliert.“[xxv]

Etwas später zeigte auch ein Forschungsteam an der Königlich Technischen Hochschule Stockholm unter der Leitung von Wladimir Kutscherow auf, dass fossile Stoffe für die Entstehung von Öl und Gas nicht erforderlich sind. Zu diesem Ergebnis gelangte das Kutscherow-Team, nachdem es in Experimenten die Wärme- und Druckverhältnisse in den inneren Erdschichten nachgebildet hatte, um dadurch Kohlenwasserstoffe zu erzeugen, die Hauptkomponente von Erdöl und Erdgas. Außerdem wiesen sie auf die Öl- und Gasfunde in Texas / dem Golf von Mexiko hin, die in mehr als 11 km Tiefe stattfanden; fossiles Öl und Gas könne nicht durch die Schwerkraft in solche Tiefen herabgesickert sein.[xxvi]

Als Lagerstätten für Kohlenwasserstoffe könnten Kutscherow zufolge alle Arten von Muttergestein dienen. Zum Auffinden von Öl- und Gasressourcen entwickelte sein Team ein neues Verfahren, bei dem ein engmaschiges Netz über den Globus gespannt wird. Das Netz bildet unterirdische Risse und Migrationskanäle ab, und an den Stellen, an denen sich Migrationskanäle kreuzen, befinden sich laut den Erkenntnissen des Kutscherow-Forschungsteams Kohlenwasserstoffressourcen.[xxvii] Öl und Gas bilden sich nach der abiotischen Erdölherkunftstheorie im Erdmantel (circa 60 bis 150 km unter der Erdoberfläche) durch nicht-biologische Prozesse. „Diese Kohlenwasserstoffe migrieren aus dem Erdmantel in die Erdkruste, wo sie entweichen oder in undurchlässigen Gesteinsschichten eingeschlossen werden und so Lagerstätten bilden.“[xxviii]

Der Erdölgeologe und Geophysiker David Middleton meint hinsichtlich der abiotischen Theorie der Erdölentstehung indes: „Selbst wenn die Bildung von Erdöl ein nicht-biologischer Prozess wäre, würde dies nichts daran ändern, wie und wo die Mineralölgesellschaften nach Öl suchen..Es wird trotzdem nach Vorkommen gesucht, die in porösem und durchlässigem Speichergestein wie Sandstein, Kalkstein, Ölschiefer und anderem Sedimentgestein eingeschlossen sind. Selbst das Erdöl, das in zerklüfteten Granitgesteinen und anderen Grundgebirgsgesteinen eingeschlossen ist, musste nach oben wandern und dort in Sedimentgestein gespeichert werden.“[xxix]

Bezüglich der thermogenen Prozesse, die seiner Ansicht nach zur Bildung von Erdöl führen, wies Middleton ferner darauf hin, wie viel Sedimentgestein hoher Speicherqualität es in den öl- und gasführenden Zonen in der Erdkruste gibt. Die Menge ist so riesig, dass jeder Millionstel Teil davon 100 Milliarden Barrel Öl enthalten kann, auch wenn der genaue Ölgehalt des Gesteins derzeit unbekannt ist. Darüber hinaus gibt es keinen Grund anzunehmen, dass die Erde nicht weiterhin aus dem Kerogen in der Erdkruste Rohöl produziert. Das bereits vorhandene Öl und Kerogen vermag auszureichen, um den Bedarf vieler Generationen abzudecken.[xxx]

[i] Vgl. David Middleton: “Oil – Where did it come from?“, veröffentlicht von WUWT am 18. Februar 2017 unter: https://wattsupwiththat.com/2017/02/18/oil-where-did-it-come-from/.

[ii] J. F. Kenney: “Biotic Genesis of Petroleum? An introduction to the modern petroleum science, and to the Russian-Ukrainian theory of deep, abiotic petroleum origins”, veröffentlicht von Studien von Zeitfragen unter: http://www.studien-von-zeitfragen.de/Zeitfragen/Petroleum/petroleum.html. Zur Annahme, dass Erdöl nicht aus “biologischer Materie” entsteht, siehe auch J.F. Kenney / F. Shnyukov / V.A. Krayushkin / I.K. Karpov / V.G. Kutcherov / I.N. Plotnikova: “Dismissal of the Claims of a Biological Connetion for Natural Petroleum“, veröffentlicht im Oktober 2005 von Studien von Zeitfragen unter: http://druckversion.studien-von-zeitfragen.net/Dismissal.pdf.

[iii] Ebd.

[iv] Ebd.

[v] Ebd.

[vi] Ebd.

[vii] Ebd.

[viii] Ebd.

[ix] Ebd.

[x] Ebd.

[xi] Ebd.

[xii] Kenney hebt hervor: „Demgemäß waren auch ihre Argumente solche von Geologen, erarbeitet aus vielen Beobachtungen und vielen Daten, zu einem Muster arrangiert und mit voller Überzeugung vorgetragen.“ Die heute vor allem in den Disziplinen Physik und Chemie gepflegte Praxis der prädiktiven Wissenschaft beruhe im Gegensatz dazu „nur auf einem Minimum an Beobachtungen oder Daten“ und berufe „sich nur auf ein Minimum an physikalischen, stets formell mathematisch ausgedrückten Gesetzen und argumentiert mit Zwang“. Indes habe man auf „eine solche prädiktive Beweisführung für die Auffassung der russisch-ukrainischen Geologen von einer tiefen, abiotischen Erdölherkunft … fast ein halbes Jahrhundert“ warten müssen, da sie nicht nur allein „die Entwicklung der modernen statistischen Quantenmechanik“ voraussetzte, sondern obendrein „auch die Techniken der Vielteilchentheorie und die Anwendung statistischer Geometrie in der Analyse dichter Fluide, die so genannte ,skalierte Teilchentheorie‘.“

[xiii] Vgl. F. William Engdahl: „Es klebt Blut an Euren Händen“, Finanzbuch Verlag, 2012, Seiten 187-188.

[xiv] Ebd., Seiten 188-189.

[xv] Ebd., Seite 189.

[xvi] Vgl. ebd.

[xvii] Vgl. ebd.

[xviii] Ebd., Seite 191. Eine Konferenz der American Association of Petroleum Geologists (AAPG) bildete die Ausnahme von der Norm, als sich im Juni 2005 Wissenschaftler zum Thema “Origin of Petroleum“ im kanadischen Calgary trafen, um unter anderem auch an Vorträgen über die abiotische Bildung von Erdöl teilzunehmen. Siehe dazu die Website der AAPG unter: http://www.searchanddiscovery.com/documents/abstracts/2005research_calgary/index.htm. Die Behauptung, das Dnjepr-Donezk-Becken sei ein Beweis für die Existenz von Erdöl abiotischer Herkunft, da es dort keine Muttergesteine gäbe, kann übrigens mittlerweile nicht mehr aufrechtgehalten werden. Eine Studie, die Ende 2010 veröffentlicht wurde, wies für das Dnjepr-Donezk-Becken eindeutig sedimentäres Muttergestein nach. „Sedimente mit einem hohen Anteil an organischem Material“ gibt es demnach in „verschiedenen Intervallen der Beckenfüllung“. Vgl. Reinhard F. Sachsenhofer, Viacheslav A. Shymanovskyy, Achim Bechtel, Reinhard Gratzer, Brian Horsfield, Doris Reischenbacher: “Palaeozoic source rocks in the Dniepr–Donets Basin, Ukraine“, veröffentlicht von Geo Science World im November 2010 unter: http://pg.geoscienceworld.org/content/16/4/377.abstract.

[xix] Christina Reed: “Petroleum geology: Inorganic origin of oil – Much ado about nothing?”, veröffentlicht von Geotimes im November 2002, online unter: http://www.geotimes.org/nov02/NN_oil.html.

[xx] ”The Argument Needs Oiling”, veröffentlicht von The Economist am 15. August 2002 unter: http://www.economist.com/node/1280674.

[xxi] Ebd.

[xxii] J. F. Kenney: “Considerations about recent predictions of impending shortages of petroleum evaluated from the perspective of modern petroleum science”, 1996, online unter: http://www.gasresources.net/energy_resources.htm.

[xxiii] Ebd. Für eine wissenschaftliche Arbeit, welche die Vorstellung zurückweist, dass das „Peak Oil“-Konzept durch die „abiotische Ölbildungstheorie“ widerlegt sei, da die Erde immerzu Kohlenwasserstoffe produziere, siehe M. Höök / U. Bardi / L. Feng / X. Pang: ”Development of oil formation theories and their importance for peak oil”, Marine and Petroleum Geology, 2010, Vol. 27, Issue 9: 1995-2004, online unter: https://uu.diva-portal.org/smash/get/diva2:338107/FULLTEXT01.pdf. In der Zusammenfassung der Arbeit heißt es: „Dieses Papier gibt einen Überblick über die historische Entwicklung der biogenen und nicht-biogenen Erdölformation. Es untersucht auch die jüngere Behauptung, dass die sogenannte ,abiotische‘ Ölbildungstheorie das Konzept des ;Peak Oil‘ untergräbt, d.h. die Vorstellung, dass die weltweite Ölproduktion ein Maximum erreichen soll, auf das ein irreversibler Rückgang folgen wird. Wir zeigen, dass Peak Oil in erster Linie eine Frage der Produktionsabläufe ist. Folglich hat der Mechanismus der Ölbildung keinen starken Einfluss auf die Erschöpfung.“ Bezüglich konventionellen Erdöls steht in der Arbeit zu lesen: „[D]ie verfügbaren Daten deuten darauf hin, dass der Höchstwert der Produktion von konventionellem Öl im Jahr 2005 überschritten worden sein könnte.“

[xxiv] Vgl. J. S. Kim: „Im Innern des illusorischen Reiches des Banken- und Waren-Schwindels“, veröffentlicht von LarsSchall.com am 28. November 2010 unter: http://www.larsschall.com/2010/11/28/im-innern-des-illusorischen-reiches-des-banken-und-waren-schwindels/.

[xxv] Ebd. Kim bezieht sich auf Giora Proskurowski: “Abiogenic Hydrocarbon Production at Lost City Hydrothermal Field”, veröffentlicht von Science am 1. Februar 2008 unter: http://www.sciencemag.org/content/319/5863/604. Die Angaben, die Kim zum Fischer-Tropsch-Verfahren macht, sind nicht ganz korrekt: das Fischer-Tropsch-Verfahren wurde im selben Jahr erstmals konstruiert wie die IG Farben, das heißt: 1925. Außerdem waren nicht alle Wissenschaftler und Techniker, die in der Zeit des Nationalsozialismus Forschung betrieben, per se „Nazi-Wissenschaftler“.

[xxvi] Vgl. Vinod Dar: “Abiotic Oil and Gas – A Theory That Refuses To Vanish”, veröffentlicht von Seeking Alpha am 3. Februar 2010 unter: seekingalpha.com/instablog/400230-vinod-dar/47079-abiotic-oil-and-gas-a-theory-that-refuses-to-vanish. Dar bezieht sich auf Forschungsergebnisse, die von Wladimir Kutscherov, Anton Kolesnikow und Alexander Gonscharow im August 2009 im Nature Geoscience, Volume 2 veröffentlicht wurden.

[xxvii] Vgl. ebd.

[xxviii] Ebd.

[xxix] David Middleton: “Oil – Where did it come from?“, a.a.O.

[xxx] Vgl. ebd.

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